DISKUSSION
Großes Interesse am Thema "Landflucht"

Von links: Michael Lindner, Martina Schorn, Robert Lukesch und Erich Punz.
  • Von links: Michael Lindner, Martina Schorn, Robert Lukesch und Erich Punz.
  • Foto: SPÖ
  • hochgeladen von Roland Wolf

KALTENBERG. Großes Interesse herrschte an der Diskussionsveranstaltung „Wie Landflucht stoppen?“, zu der die Bezirks-SPÖ im Rahmen ihrer aktuellen Kampagne nach Kaltenberg eingeladen hatte. Mit Martina Schorn (Uni Wien, Institut für Geografie und Raumforschung) und Robert Lukesch (Österreichische Arbeitsgemeinschaft für Regionalentwicklung) waren zwei hochkarätige Fachkräfte als Vortragende auf die Mühlviertler Alm gekommen. Der Liebenauer Bürgermeister Erich Punz und Bezirksvorsitzender Michael Lindner ergänzten das Podium. Dass das Thema in der Region unter den Nägeln brennt, zeigte auch die Anwesenheit zahlreicher ÖVP-Bürgermeister.

Schorn ging vor allem auf die Problematik Jugend und Landflucht ein. Ganz wesentlich sei es für die betroffenen Gemeinden, die Jungen nach einer Lebensphase in der Stadt zurückzuholen. Lukesch präsentierte seine Studie zum ELER-Fonds. Dieser Fonds zur ländlichen Entwicklung ist zum wichtigsten EU-Kofinanzierungsinstrument für die ländliche Entwicklung in den wohlhabenderen EU-Ländern geworden.

Lindner, nach längerer Zeit in der Stadt selbst ein Rückkehrer ins Mühlviertel, hielt fest, dass die Politik die Rahmenbedingungen für eine gute Arbeit in den Gemeinden schaffen müsse. Es bedürfe einer ehrlichen Kraftanstrengung für einen lebenswerten ländlichen Raum: eine regionalisierte Wohnbauförderung für leistbares Wohnen in den Gemeinden, mehr Freiraum bei Baulandentwicklungen, mehr Investitionen in die Kinderbetreuung, bessere Verkehrsanbindungen in den ländlichen Gemeinden. "Derzeit nehme ich allerdings eine gegenteilige Entwicklung wahr", sagte Lindner.

Punz, seit 1998 Bürgermeister von Liebenau, forderte ebenso bessere Rahmenbedingungen für die Gemeinden, um die Abwanderung zu stoppen und den Zuzug zu anzukurbeln. Trotz vieler Investitionen in Infrastruktur und Lebensqualität gehört auch Liebenau zu den Abwanderungsgemeinden.

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