Naturschutz
Grüne wollen Flussperlmuschel in Kefermarkt erhalten

Maria Buchmayr, Gottfried Hirz (Klubobmann der Grünen) und Gewässerökologe Daniel Daill neben dem Flussperlmuschel-Nachzuchtbecken.
  • Maria Buchmayr, Gottfried Hirz (Klubobmann der Grünen) und Gewässerökologe Daniel Daill neben dem Flussperlmuschel-Nachzuchtbecken.
  • Foto: Grüne OÖ
  • hochgeladen von Elisabeth Klein

Maria Buchmayr und Gottfried Hirz (die Grünen OÖ) haben das Flussperlmuschel-Erhaltungsprojekt in Kefermarkt besucht und betonen die Wichtigkeit einer langfristigen Sicherung des Naturschutz-Projektes. 

KEFERMARKT. „Der Rückgang der Flussperlmuschel in den heimischen Gewässern der böhmischen Masse ist dramatisch", betont die Grüne Naturschutzsprecherin Maria Buchmayr nach dem Besuch der Nachzucht-Station des Flussperlmuschel-Erhaltungsprojekts in Kefermarkt unter sachkundiger Führung durch den Gewässerökologen Daniel Daill. "Mittlerweile könnten wir nur mehr eine einzige Perle aus allen noch vorhandenen Flussperlmuscheln gewinnen. Daher ist dieses Artenschutzprojekt extrem wichtig und dessen finanzielle Absicherung unerlässlich.“

Große Belastung für heimische Bäche

Die Flussperlmuschel war bis vor wenigen Jahrzehnten in den europäischen Mittelgebirgsbächen weit verbreitet. Ihre Perlen zieren zahlreiche alte Kunstwerke, darunter die österreichische Kaiserkrone und viele Kirchengewänder. Hauptursache für den dramatischen Rückgang sei die mangelnde Sauerstoffversorgung der Jungmuscheln ausgelöst durch erhöhte Schadstoff-Belastung der Bäche, insbesondere aufgrund intensiver landwirtschaftlicher Nutzungen. Pestizid-, Schwermetall- und Nährstoffeinträge wirken sich ebenfalls negativ aus, weiters alle Formen der Gewässer-Erwärmung im Bereich von Muschelbänken.

Flussperlmuscheln-Nachzucht in Kefermarkt

Europaweit wird um den Erhalt der wenigen isolierten Restbestände dieser einzigartigen Muschelart gekämpft, die in OÖ ein Alter von 120 Jahren erreichen kann, in Nordeuropa bis zu 280 Jahren. 2011 wurde dazu vom Land OÖ ein umfangreiches Artenschutzprojekt gestartet, das vom Gewässerökologie-Büro Blattfisch betreut wird und in dessen Rahmen bisher rund 3.000 lebende Flussperlmuscheln nachgezüchtet und in die Gewässer ausgesetzt wurden. „Dieses so wichtige Artenschutzprojekt ist bisher jeweils auf drei Jahre befristet. Es muss dringend längerfristig finanziell abgesichert werden, denn Flussperlmuscheln werden erst im Alter von rund 20 Jahren geschlechtsreif und die wenigen noch vorhandenen älteren Muscheln in Oberösterreich sind vom Aussterben bedroht“, betont Buchmayr. Sie sieht auch eine Ausweitung der bisherigen Erhaltungsmaßnahmen in der Aist und in der Naarn auf andere Bäche wie die Rodl und den Leitenbach als sinnvoll.

Autor:

Elisabeth Klein aus Freistadt

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