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Mit dem Rad 2.300 Kilometer die Donau entlang

Die Lasberger Familie ist bereit für den großen Trip.
  • Die Lasberger Familie ist bereit für den großen Trip.
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  • hochgeladen von Roland Wolf

LASBERG. Von zu Hause aus in alle vier Himmelsrichtungen bis ans Meer zu radeln – diesen Plan fasste Johannes Schwarz, Sozialbetreuer und Künstler, vor einigen Jahren. An das Mittelmeer und an die französische Atlantikküste ist er so bereits gereist. Diesen Sommer geht es mit Partnerin Andrea Fröhlich (Kunsthistorikerin und Künstlerin) und der zweieinhalbjährigen Tochter ans Schwarze Meer. Der Start erfolgt voraussichtlich am Mittwoch, 12. Juni.

Auf der "Eurovelo 6"

Der "Eurovelo 6", jener Route, der sie ab Linz folgen werden, führt vom französischen St. Nazaire an der Loire-Mündung bis ins rumänische Tulcea im Donaudelta. Allerdings geht man weit fehl, wenn man sich einen durchgehend asphaltierten und ausgeschilderten Radweg wie an der Donaulände in Urfahr vorstellt. "Umso weiter man nach Osten kommt, umso weniger gibt es eigene Radwege, Ausschilderung und touristische Infrastruktur", sagt Fröhlich. "Für die Ausfahrt aus Belgrad ist zum Beispiel die dortige Autobahn zu nutzen." Nicht zuletzt diese Herausforderungen sind es, weshalb laut Internet zwar 300.000 Touristen jährlich den Donauradweg von Passau bis Wien bzw. Budapest nutzen, aber "hinter Budapest" nur mehr geschätzte 600 Radler jährlich gezählt werden.

Anstiege entsprechen Alpenüberquerung

Dass es entlang der Donau immer bergab geht, ist zudem ein Trugschluss: Vor allem die Ausläufer der Karpaten bringen immer wieder Anstiege mit sich. Einmal am Schwarzen Meer angekommen, hat man so viele Höhenmeter wie bei einer Alpenüberquerung bewältigt. "Die Räder sind serviciert und probe-gepackt, online Informationen zur Route eingeholt und Sonnen- und Gelsenschutz mit dabei", sagt Fröhlich. "Viel darf es ja nicht brauchen, die Packtaschen sind schneller voll als man denkt und umso präziser muss überlegt sein, was eingepackt wird."

Zelten hält Reisebudget niedrig

Gegen Ende August wird die Familie von der großen Tochter und ihrem Freund mit dem Auto abgeholt. Um möglichst unabhängig zu sein, ist die Lasberger Familie mit Zelt unterwegs. Zum einen ist Wildcampen in Bulgarien und Rumänien auch direkt an der Donau erlaubt und möglich. Zum anderen ist mit eigenem Zelt das Reisebudget niedrig zu halten.

Zweieinhalb Monate unterwegs

Zweieinhalb Monate haben sie Zeit, um die rund 2.300 Kilometer ab Linz bis ins Donaudelta zu radeln. Sie freuen sich aufs Unterwegssein und auf die Reduktion der täglichen Wichtigkeiten: die Route finden, ausreichend Essen einkaufen, einen guten, idyllischen Platz für die Nacht finden und vor allem auch im Kontakt sein mit der Donaulandschaft und den Menschen, die entlang der Route leben.
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HINWEIS: Für alle Interessierten gibt es unter froehlichland.at Fotos und Geschichten.

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