Automatisierte Busse
Pregarten/Hagenberg ist Pilotregion in Oberösterreich
- Von links: Markus Achleitner, Günther Steinkellner.
- Foto: Land OÖ/Wakolbinger
- hochgeladen von Roland Wolf
Das Projekt „Roberta“ bringt automatisierte Busse erstmals in regulären Linienverkehr – Hagenberg/Pregarten ist die oberösterreichische Pilotregion.
OÖ, HAGENBERG, PREGARTEN. Mit dem Projekt „Roberta“ startet Österreich in eine neue Phase des automatisierten Fahrens im öffentlichen Verkehr. „Erstmals werden hochautomatisierte Busse mit mehr als acht Sitzplätzen im regulären Linienbetrieb eingesetzt und wissenschaftlich begleitet“, sagen die Landesräte Markus Achleitner (Forschung) und Günther Steinkellner (Infrastruktur). „Ziel ist es, die technologischen, organisatorischen und rechtlichen Grundlagen für einen dauerhaften Einsatz im öffentlichen Verkehr zu schaffen.“
Einsatz hochautomatisierter Busse
Im Zentrum von „Roberta“ steht die Entwicklung von Grundlagen für den realen Einsatz hochautomatisierter Busse sowie die Entwicklung von Systemen zur Fernüberwachung, angepasst an die österreichischen Rahmenbedingungen. Das Projekt startete im Februar 2026 und läuft bis 31. Jänner 2030. Im ersten Projektjahr werden sämtliche Rahmenbedingungen für den Realbetrieb erarbeitet und die betriebsnotwendigen Vorbereitungen umgesetzt. Der Pilotbetrieb in Oberösterreich, Tirol, der Steiermark und Kärnten beginnt im vierten Quartal 2027 oder im ersten Quartal 2028. Die Busse werden jeweils ein Jahr lang auf Strecken von zehn bis zwanzig Kilometern im regulären Linienbetrieb unterwegs sein.
Breit aufgestellte Konsortium
„Roberta“ wird von einem breit aufgestellten Konsortium getragen. Neben der FH Oberösterreich sind Forschungsinstitutionen, Verkehrsbetriebe, Technologieunternehmen und Energieagenturen beteiligt. Das Gesamtvolumen beträgt rund neun Millionen Euro. Die Finanzierung setzt sich zusammen aus: rund 3,5 Millionen Euro Bundesförderung, einer Million des Landes Oberösterreich, drei Millionen Euro zusätzliche Mittel aus weiteren Bundesländern sowie Eigenleistungen der Projektpartner.
Verbindung Bahnhof-Softwarepark-ABZ
In Oberösterreich wurden Pregarten und Hagenberg als Pilotregion ausgewählt. Der Grund: Der stark wachsende Bildungs- und Wirtschaftsstandort stößt bereits heute an Kapazitätsgrenzen. Geplant ist eine rund zehn Kilometer lange Last-Mile-Verbindung vom Bahnhof Pregarten zum Softwarepark Hagenberg, zur FH Oberösterreich und zum Agrarbildungszentrum Hagenberg mit den Wilhelm Welser Verkehrsbetrieben.
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