Lockdown 2.0
Was Bürgermeister aus dem Bezirk Freistadt sagen

Der Lockdown ist für die Bürgermeister alternativlos.
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PIERBACH, RAINBACH, TRAGWEIN, GUTAU. Was sagen die Bürgermeister zum neuen Lockdown? Wir haben ein Quartett um seine Meinung gebeten.

Richard Freinschlag (ÖVP, Pierbach)

Die neuen Maßnahmen zur Eindämmung der Covid-19-Pandemie sind durchaus nachvollziehbar und in manchen Bereichen alternativlos. Leider ist das Projekt mit der Eigenverantwortung gescheitert, da es hier nur einen kleinen Teil der Bevölkerung braucht, um es zum Fallen zu bringen. Außerdem erkennt man auch gewisse Ermüdungserscheinungen bei der Bevölkerung. Bei konsequenter Einhaltung der „Hausverstandsregeln“ (Abstand halten, Hygiene, kein Händedruck) inklusive MNS-Schutz hätte es diesen zweiten Lockdown nicht gebraucht. Klar kann und soll man über gewisse Maßnahmen diskutieren, wobei hier vielfach der Standort den Standpunkt bestimmt. Mir fällt hier in erster Linie die Gastronomie ein, die sich wirklich bemüht und gute Konzepte erarbeitet hat. Bei den Vereinen waren die finanziellen Auswirkungen ohnehin schon vor dem Lockdown gegeben, da keine oder kaum Zuschauer erlaubt waren und zuletzt auch der Kantinenbetrieb eingestellt werden musste. Ich bin mir aber sicher, dass sowohl unsere Wirtinnen und Wirte als auch unsere Vereine die Krise mit ihrer Flexibilität, ihrem Ideenreichtum und der Unterstützung aus der Bevölkerung meistern werden. Wünschen würde ich mir in diesem Zusammenhang wieder eine bessere Diskussionskultur, die auch Meinungen zulässt. Zur Zeit gibt es offensichtlich nur zwei Lager, die mit voller Wucht aufeinanderprallen und kaum andere Ansichten zulässt. Daran sollten wir alle dringend arbeiten, denn Krisen bedürfen außergewöhnlicher Maßnahmen, um sie zu bewältigen.

Günter Lorenz (ÖVP, Rainbach)

Meiner Meinung nach sind die verschärften Maßnahmen unumgänglich und alternativlos. Wenn man die Infektionszahlen selbst in unserem Bezirk in den vergangenen Wochen beobachtet hat, war diese Entwicklung vorhersehbar. Für die Gastronomie ist es wieder ein schwerer Schlag. Diese Branche wird diesen Lockdown am meisten zu spüren bekommen. Zu begrüßen ist die zugesagte Unterstützung vom Bund, wenngleich der Normalbetrieb in der Gastronomie nicht zu ersetzen ist. Die traurige Erkenntnis aus dieser Situation ist die Sorglosigkeit einiger weniger, die sich trotz der geltenden Richtlinien und Vorschriften keine Gedanken darüber machen, welche Auswirkungen ihr egoistisches Tun hat. Es muss spätestens jetzt jedem klar sein: Diese Pandemie ist nur gemeinsam zu bewältigen. Wie lange solche einschneidende Maßnahmen notwendig sind, hat jeder selbst in der Hand. Zusammenhalten, Abstand halten!

Josef Naderer (ÖVP, Tragwein)

Die Zahl der Corona-Infizierten steigt so schnell an, dass diese einschneidenden Maßnahmen wohl unumgänglich sind. Noch immer gibt es Menschen, die den Ernst der Lage nicht erkannt haben. Leider ist es wie beim Schnellfahren mit dem Auto. Jeder Verkehrsteilnehmer weiß, was er einzuhalten hat, aber nicht wenige hoffen darauf, nicht dabei gesehen zu werden. Daher braucht es diese strengen, kontrollierten Maßnahmen. Persönlich hätte ich die bisherige Regelung für die Gastronomie als ausreichend empfunden, aber in der Beurteilung fehlt mir natürlich das Expertenwissen.

Josef Lindner (SPÖ, Gutau)

Dieser zweite Lockdown ist aufgrund der rapiden Steigerung der Corona-Zahlen alternativlos. Für mich ist wichtig, dass die Schulen und Kinderbetreuungseinrichtungen offen bleiben und Arbeitsplätze durch Begleitmaßnahmen gesichert sind. Dies wird erfüllt. Es liegt an uns allen, durch unser Verhalten zur Reduktion der Zahlen beizutragen.

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