HOF-PORTRÄT
Generationenübergreifendes Erfolgskonzept von Bauernhof in Leopoldschlag

Der mit Steinen ausgelegte Auslauf ist ein Paradies für die Ziegen.
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  • Der mit Steinen ausgelegte Auslauf ist ein Paradies für die Ziegen.
  • Foto: LKOÖ / Haunschmied
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Der Bio-Betrieb der Familie Koller in Leopoldschlag ist ein gutes Beispiel dafür, wie ein Hof generationsübergreifend und mit verschiedenen Schwerpunkten erfolgreich geführt werden kann. Der Bauernhof ist seit vielen Jahren ein beliebtes Urlaubsziel und beheimatet mehr als hundert Milchziegen. 

LEOPOLDSCHLAG. Der Bio-Hof der Familie Koller vulgo Deml hat mit Urlaub am Bauernhof einen etablierten Betriebszweig, der seit 1994 professionell betrieben wird. 2016 hat Jungübernehmer Gerald Koller von Mutterkuh- auf Milchziegenhaltung umgestellt und sich so neben "Urlaub am Bauernhof" seinen "eigenen" Vollerwerbsbetrieb aufgebaut. 

80 Prozent Stammgäste

"Koller's Ferienparadies" bietet alles, was sich ein Stadtmensch vom Land erhofft: Ferienwohnungen in ruhiger, ländlicher Idylle, ein Badesee mit Saunahütte, ein kleines Fußballfeld, jede Menge Platz und Möglichkeit zum Spielen, inklusive Spielzeug-Traktorfuhrpark. Es gibt mehr als hundert Ziegen und Kitze, Pferde, Ponys, einen Esel und viele Katzen. Auch Kutschenfahrten werden angeboten. Seit knapp 25 Jahren kann man bei Hubert und Silvia Koller Urlaub am Bauernhof machen. "Etwa 80 Prozent der Gäste sind Stammgäste", erzählt die 49-Jährige. "Die Urlauber kommen von überall her, hauptsächlich aus Wien und Umgebung. Der Rest kommt aus Oberösterreich, aber auch internationale Gäste finden den Weg nach Leopoldschlag." 

Auf Milchziegen umgestellt

Seit März 2016 führt Sohn Gerald, Absolvent der Landwirtschaftsschule in St. Florian, den Betrieb mit Mutter Silvia gemeinsam. Vater Hubert Koller ist Bürgermeister der Gemeinde Leopoldschlag. Der 27-Jährige hat von Mutterkühe auf Milchziegen umgestellt. "Mir war es wichtig, dass ich auch von der Landwirtschaft alleine leben kann, sollten wir Urlaub am Bauernhof einmal nicht mehr anbieten können", erklärt Gerald Koller. "Mit einer Mutterkuhhaltung wäre ein Vollerwerb nicht möglich. Ich wollte Tiere, die Gras und Heu fressen und vier Beine haben. Schafe mag ich nicht, so kam ich auf die Ziegen."

Moderne Heumilchproduktion

Der Stall wurde umgebaut und an die Anforderungen einer Milchziegenhaltung angepasst. Gleichzeitig erfolgte auch der Einstieg in die Heumilchproduktion. Am Hof wurde eine moderne Warmbelüftung mit Dachabsaugung installiert. Der Melkstand wurde in Form eines Melk-Karusells konzipiert und an die vorhandene Gebäudesubstanz angepasst. So können die derzeit 105 Milchziegen in etwa 35 Minuten gemolken werden. Gemolken wird das ganze Jahr. Die gewonnene Milch wird in der Käserei Stift Schlierbach zu Käse und Joghurt veredelt. Neben der Milchproduktion hat sich Gerald Koller auch auf die Ziegenzucht spezialisiert. Am Betrieb geborene weibliche Ziegen werden für die eigene Bestandsaufstockung herangezogen, denn der Landwirt will auf etwa 160 Milchziegen aufstocken. Laut Leistungskontrolle befindet sich der Betrieb Koller mittlerweile unter den besten acht Betrieben in Oberösterreich.

Autor:

Elisabeth Klein aus Freistadt

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