29.11.2016, 11:29 Uhr

Ein Quartett bewirbt sich ums Rathaus

Aus diesem Quartett darf ausgewählt werden.

Am Sonntag, 4. Dezember, entscheiden die Freistädter über die Nachfolge von Christian Jachs.

FREISTADT. Elisabeth Paruta-Teufer geht als große Favoritin in die Bürgermeisterwahl am 4. Dezember. Die ÖVP-Kandidatin konnte sich im Wahlkampf auf breite und prominente Unterstützung verlassen. Dem Personenkomitee „Wir für Elisabeth“ gehören unter anderem der Faustballer Jean Andrioli, der Unternehmer Karl Christof, Bezirksbauernkammer-Dienststellenleiter Johannes Gahleitner, Pro-Freistadt-Obmann Christoph Heumader und Konditormeister Clemens Poißl an. Eines der zentralen Themen von Paruta-Teufer ist die Belebung der Innenstadt. „Dieses Thema war auch Christian Jachs ein großes Anliegen. Wir sind auf gutem Weg, haben aber noch einiges vor“, sagt Paruta-Teufer. Sie will Freistadt außerdem als Wohngemeinde attraktiver machen. „Arbeitsplätze, Einkaufsmöglichkeiten sowie Bildungs- und Freizeiteinrichtungen gehören stärker aufeinander abgestimmt.“ In fünf Jahren soll Freistadt – noch mehr als jetzt – eine Stadt zum Wohlfühlen sein. „Und wirtschaftlich soll uns der Brückenschluss zum Zentralraum gelingen.“

Zielgruppe Jugendliche
Die Entwicklung der Stadt – das ist auch eines der Themen, die SPÖ-Bürgermeisterkandidat Wolfgang Affenzeller ganz oben auf seiner Liste hat. Er setzt große Hoffnungen in das neue Stadtmarketing. „Ich glaube, dass sich Freistadt dadurch besser verkaufen kann und somit touristisch und wirtschaftlich einen Sprung nach vorne macht.“ Kümmern will sich Affenzeller um die Jugendlichen und jungen Erwachsenen. „Gerade für die Altersgruppe der 14- bis 21-Jährigen muss in Freistadt etwas getan werden.“ Das von der SPÖ initiierte Jugendcafé sei ein erster Schritt in die richtige Richtung. Und wie wird Freistadt in fünf Jahren aussehen? „In die Zukunft zu schauen ist schwierig, aber ich glaube daran, dass sich Freistadt in jeder Hinsicht positiv entwickeln wird.“

Sanfte Mobilität für alle
Mobilität für alle, Stadtentwicklung und Zusammenleben – diese drei Punkte werden für den Bürgermeisterkandidaten der Grünen, Johann Moser, in Zukunft eine bedeutende Rolle einnehmen. „Es wird höchste Zeit, die Rahmenbedingungen einer sanften Mobilität für alle deutlich zu verbessern“, sagt Moser. Er fordert Strukturverbesserungen für Fußgänger und Radfahrer. „Ein Radfahrkonzept für Freistadt liegt in der Schublade, an der Umsetzung wird aber leider nicht gearbeitet.“ Wie Affenzeller sieht auch Moser Handlungsbedarf bei der Jugend. „Jugendliche sollen ohne parteipolitische Vereinnahmung eingeladen werden, eigene Ideen zu entwickeln und ihre Belange in der Gemeinde selbst zu vertreten.“ Verbesserungswürdig erachtet der Grüne Kandidat auch die Kommunikation: „Wir brauchen rechtzeitige Informationen über geplante Projekte, um mitdenken zu können. Beim Hotelprojekt ist das nicht vorbildlich gelaufen.“

Rathaus entpolitisieren!
Rainer Widmann, der Kandidat der Bürgerliste Wiff, hat „Zehn Punkte für Freistadt“ formuliert. Diese reichen vom Fördern der Vereine und Familien über das Beleben der Innenstadt bis hin zum Abhalten von Bürgerbefragungen bei bedeutenden Projekten und Vorhaben. Wichtig ist Widmann auch die Entpolitisierung des Rathauses. „Das Rathaus gehört uns allen und keiner Partei! Infrastruktur und Personal dürfen nicht mehr parteipolitisch eingesetzt werden. Steuergeld darf nicht zur teuren Selbstbeweihräucherung in der Gemeindezeitung für teure Marketingtätigkeiten des Stadtoberhauptes missbraucht werden.“ Freistadt sieht Widmann in fünf Jahren als „selbstbewusstes Zentrum der Region“. Der Stadt werde es gelungen sein, den Tourismus und die Wirtschaft wieder anzukurbeln.
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