Umweltalarm
Hunderte tote Fische bei Sierndorf an der March

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In den Altarmen der March gibt es derzeit wieder massenweises Fischsterben zu beobachten. Die Ursache dafür ist leider keine Unbekannte mehr - doch unternommen wurde bisher dagegen noch nichts.

SIERNDORF AN DER MARCH. Die Hitze der letzten Jahre und auch in jüngster Zeit setzt den Altarmen entlang der March zu – die Waldteiche trocknen regelrecht aus, verschlammen oder heizen sich so sehr auf, dass Fische darin kaum überleben können. „Was einst herrliche Gewässer für eine Unzahl von Tierarten waren, ist jetzt ein Ort der Grausamkeit mit hunderten von toten Fischen bis zu 40 Kilogramm und bestialischem Gestank“, schlägt ein Anwohner (Name der Redaktion bekannt) aus Sierndorf alarm.

Lokalaugenschein

Beim Lokalaugenschein zeigt sich uns tatsächlich ein extrem verstörendes Bild. Je näher man dem Gewässer kommt, desto mehr nimmt man den Geruch toter und verwesender Fische wahr. Es herrscht absolute Stille. Einzig die Vögel rundherum scheint die pralle Sonne und die enorme Hitze kaum etwas auszumachen. Im Wasser hört man immer wieder ein leises geplätscher. Als wir näher hinsehen, bemerken wir, dass es sich dabei um Fische im Endstadium handelt die in der grünen Suppe aus Schlamm und Gatsch an der Wasseroberfläche nach etwas Luft ringen. Es werden für die meisten der Fische die letzten Luftzüge sein. Während ein Biber durch den Altarm schwimmt merken wir auch wie trüb das Gewässer an dieser Stelle ist - mit einem Gewässer hat dieser Ort leider nur noch wenig zu tun. 

Kein neues Phänomen

Im Sierndorfer „Hufeisen“, das auf der Website der March-Thaya-Auen als „besonders idyllischer Altarm der March und Paradies für Wasservögel, Frösche und Fische“ beschrieben wird, war es auch im Jahr 2017 schon einmal genau so weit. Damals rückte sogar die Feuerwehr an und pumpte in einer Nachtschicht frisches Wasser aus der March in das stehende Gewässer des Altarms um zumindest einige der Tiere zu retten. 

Situation heuer noch wesentlich schlimmer

Heuer scheint die Situation noch intensiver zu sein als noch vor zwei Jahren. "Ich gehe täglich am Altarm vorbei um nachzusehen. Seit Tagen verenden dort Karpfen, Welse, Hecht, Zander und sämtliche Weißfische , vom Köderfisch bis zum Wels - sogar mit 2 Meter Länge. Seitens der Behörde wird nichts unternommen" ärgert sich der Anwohner.
Die derzeitige Hitzeperiode ist noch nicht zu Ende, die Auswirkungen auf die Altarme wird sich daher eventuell sogar noch verschärfen. Fische in Gewässern die jetzt noch halbwegs intakt sind, werden die nächsten Tage, im jetzt schon lauwarmen Wasser, wahrscheinlich nicht überleben.

Sollte es auch in Ihrer Umgebung Fälle wie diesen in Sierndorf an der March geben, melden Sie sich bitte unter gaenserndorf.red@bezirksblaetter.at

Autor:

Thomas Pfeiffer aus Gänserndorf

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