Kinderklettern in St. Stefan
Kleine Kletterer wachsen über sich hinaus
- In der Kletterhalle in St. Stefan können Kinder in ihrem eigenen Tempo das Klettern erlernen.
- Foto: Naturfreunde St. Stefan im Gailtal
- hochgeladen von Stella Sabitzer
Beim Kinderklettern in St. Stefan steht nicht die Leistung im Vordergrund. Die Kinder können nämlich in ihrem eigenen Tempo Fortschritte machen und dabei ihre eigenen Grenzen überwinden
ST. STEFAN/GAIL. Am 23. Oktober startet bei den Naturfreunden St. Stefan die neue Klettersaison. Das Klettern in der Halle ist vor allem bei Kindern beliebt. Dabei geht es nicht darum, wer am höchsten klettert, sondern vielmehr darum, Spaß zu haben und im eigenen Tempo Fortschritte zu machen.
Jedes Kind in seinem Tempo
Beim Kinderklettern geht es nicht darum, immer höher oder schneller zu sein. „Die Kinder müssen nicht klettern, sie dürfen“, erzählt Kinderkletterbetreuerin Manuela Schaubach. Jedes Kind soll sich in seinem eigenen Tempo entwickeln können. Manche schaffen es zu Beginn kaum, die Füße vom Boden zu heben, und erreichen am Ende der Saison bereits das obere Ende der Kletterwand. Wer an einem Tag keine Lust auf das Klettern hat, kann auch mit dem Ball spielen. „Es soll kein Druck dahinter sein“, betont Schaubach.
Nicht jeder Anfang ist leicht
Wie unterschiedlich die Voraussetzungen der Kinder sind, zeigt sich bereits bei den ersten Versuchen. Während manche Dreijährige beinahe mühelos die Kletterwand hinaufkommen, müssen sich ältere Kinder die Bewegungsabläufe erst erarbeiten. Auch die Angst vor der Höhe spielt bei einigen eine Rolle. Für manche Kinder ist bereits der Schritt in die Kletterhalle eine große Überwindung. Wenn sie sich dann zum ersten Mal weiter hinauftrauen, ist die Freude entsprechend groß.
Freude an der Bewegung
Neben Kraft und Koordination werden beim Klettern auch Beweglichkeit und Körpergefühl trainiert. Schaubach berichtet auch von positiven Rückmeldungen der Eltern. So habe eine Mutter erzählt, dass sich die Körperhaltung ihres Kindes durch das Klettern verbessert habe. Während die Kinder anfangs noch alle Griffe verwenden dürfen, wird es später schwieriger. Dann dürfen sie beispielsweise nur noch Griffe einer bestimmten Farbe benutzen.
Betreuung im Vordergrund
In Spitzenzeiten waren bis zu 40 Kinder beim Klettern dabei. Mittlerweile sind die Betreuer mit 15 bis 20 Kindern zufrieden. Der Grund dafür ist die Betreuung: Drei bis vier Betreuer sind in der Halle im Einsatz. Bei zu vielen Kindern wird es schwierig, auf jeden Einzelnen einzugehen. Besonders im Teenageralter hören aber viele mit dem Klettern wieder auf.
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