Traktoren eroberten Reingers
24 Stunden Vollgas auf vier Landwirtschafts-Rädern
- 24 Stunden, 103 Teams und unzählige Runden: Beim Traktorrennen in Reingers waren Ausdauer und Technik gefragt.
- Foto: TOC Reingers
- hochgeladen von Lina Chalusch
130 Runden, 24 Stunden Rennaction und mehr als 12.000 Zuschauer: Beim internationalen Traktorrennen wurde Reingers am Wochenende wieder zum Treffpunkt für Motorsportfans.
REINGERS. Wenn im nördlichsten Waldviertel 103 Traktoren und Rennmaschinen ins Fahrerlager einziehen, ist es mit der Ruhe im kleinen Ort Reingers vorerst vorbei. Von 28. bis 30. August stand die Gemeinde ganz im Zeichen des 22. Internationalen Traktorrennens. Was als außergewöhnliches Motorsportevent längst Kultstatus erreicht hat, lockte auch heuer wieder rund 12.000 Besucherinnen und Besucher an.
130 Runden bis zum Sieg
Der Höhepunkt: ein 24-Stunden-Rennen, bei dem die Teams ihren Maschinen alles abverlangten. Am Samstag um 14 Uhr fiel der Start zum Kampf um das „Goldene Hanfblatt“. Erst 24 Stunden später wurde die Zielflagge geschwenkt.
Am Ende hatte das Transporte Reiss Racing Team mit der Startnummer 90 die Nase vorne. Mit seinem IHC 574 R absolvierte das Team 130 Runden und sicherte sich damit den Sieg in der Gesamtwertung.
Platz zwei ging an den IHC Rennstall Weissenbach B. mit der Startnummer 17 und einem IHC 1246. Das Team stellte zugleich die schnellste Qualifying-Runde auf. Den dritten Platz holte das Racing Team Scherzer Transporte 1 mit einem Steyr 40 und der Startnummer 80. Das Team kam auf 129 Runden.
750 Strohballen und 250 Betonleitwände
Bevor allerdings überhaupt ein Motor gestartet werden konnte, war hinter den Kulissen bereits jede Menge Arbeit notwendig. Das Veranstaltungsgelände musste vorbereitet, die Zeitnehmung organisiert und die Strecke abgesichert werden. Rund 750 Strohballen und 250 Betonleitwände kamen zum Einsatz.
- Schlamm, Motoren und volle Konzentration: Das Wetter machte die Rennstrecke in Reingers zusätzlich anspruchsvoll.
- Foto: TOC Reingers
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Nach der technischen Abnahme konnten am Freitag die Trainingsläufe beginnen. Im anschließenden Qualifying ging es um die besten Startplätze. Ausgerechnet vor der Qualifikation der 15 schnellsten Traktoren setzte schließlich der ersehnte Regen ein. Die Strecke wurde dadurch noch anspruchsvoller – und die Bedingungen für die Fahrerinnen und Fahrer schwieriger.
Auch der Nachwuchs gibt Gas
Bevor die großen Rennmaschinen am Samstag ihre Motoren starteten, gehörte die Strecke dem Nachwuchs. 62 Kinder der Jahrgänge 2018 bis 2022 gingen bei der Junioren-WM mit ihren Trettraktoren an den Start.
Mit viel Muskelkraft und noch mehr Begeisterung kämpften die jüngsten Teilnehmer um ihre Plätze. Bei der anschließenden Siegerehrung gab es Medaillen, Pokale und Preise – und vor allem jede Menge strahlende Kinderaugen.
Ein Rennen, das die Region bewegt
Das Traktorrennen ist für Reingers längst mehr als ein Wochenende für Motorsportfans. Rund um die Strecke sorgen die umliegenden Freiwilligen Feuerwehren für die Gastronomie. Auch regionale Betriebe profitieren von der Veranstaltung.
Einkäufe und Dienstleistungen werden nach Angaben der Veranstalter möglichst bei Betrieben aus der Region getätigt. Gleichzeitig profitieren Beherbergungsbetriebe von den zusätzlichen Gästen und Nächtigungen.
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