Grenzüberschreitende Exkursion
Litschau als Best-Practice-Beispiel für klimafitte Gemeinden
- Zdeňka Bradáčová (Bürgermeisterin Dušejov), Veronika Duchanová (Bürgermeisterin Dvorce), Johannes Heissenberger (Vizebürgermeister Litschau), Kristýna Vostálová (Vizebürgermeisterin Stonařov), Christina Mayrhofer (Klimabündnis).
- Foto: Klimabündnis
- hochgeladen von Katrin Pilz
Im Rahmen des Interreg-Projekts "DeKLARed ADAPTRegions" fand am 28. April eine Exkursion nach Litschau und Telč mit über 60 Teilnehmenden aus Österreich und Tschechien statt. Dabei wurden Best-Practice-Beispiele für klimafitte Gemeinden und Regionen vorgestellt.
LITSCHAU. Gemeindevertreter aus den Regionen Südböhmen, Vysočina und Südmähren sowie aus Ober- und Niederösterreich nahmen an einer grenzüberschreitenden Exkursion teil. Diese wurde vom Klimabündnis im Rahmen des Interreg-Projekts "DeKLARed ADAPTRegions" organisiert.
Das Projekt untersucht, wie sich Regionen und besonders geschützte Gebiete an den Klimawandel anpassen können. Dabei werden unter anderem Best-Practice-Beispiele beleuchtet und gemeinsam praktische Lösungen für Natur- und Denkmalschutzgebiete diskutiert.
Litschau als Vorbild
Als erstes ging es nach Litschau. Die nördlichste Stadt Österreichs setzt seit vielen Jahren verschiedenste Maßnahmen im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit um. Alle Gemeindegebäude, einschließlich dem Hallenbad, werden bereits mit alternativer Energie betrieben und bei der Neugestaltung des Stadtplatzes wurde neben Klimaresilienz auch besonderer Wert auf die Schaffung von Erholungsflächen sowie Barrierefreiheit gelegt. Auch gemeinsam mit der KLAR! Waldviertel Nord sowie weiteren Partnern wie der Landwirtschaftskammer und dem NÖ Teichwirteverband werden in der Region Projekte umgesetzt.
Vizebürgermeister Johannes Heißenberger erzählte: "Wir merken schon auch eine starke Stadtflucht - viele Menschen zieht es aus den größeren, überhitzten Städten zu uns. Unsere Wälder und Teiche bringen eine natürliche Abkühlung."
Landwirtschaftliches Weltkulturerbe
Tiefe Einblicke in die Bedeutung und Bewirtschaftung der Waldviertler Karpfenteiche, ein landwirtschaftliches Weltkulturerbe, gaben Teichrangerin Birgit Hofbauer-Domin und der Geschäftsführer des NÖ Teichwirteverbands, Leo Kirchmaier. Besonders hervorgehoben wurde der Beitrag der Karpfenteichwirtschaft zur Biodiversität.
"Kooperation und Kommunikation ist das Allerwichtigste. Die Zusammenarbeit mit der KLAR!-Managerin, den Gemeinden und weiteren Partnern hat uns sehr geholfen. Man muss die Lösungswege gesamtheitlich andenken und dann auch bereit sein, anzupacken", betonte dabei Kirchmaier.
Vorzeigeprojekt in Telč
Weiter ging es dann nach Telč, wo der revitalisierte "Panský dvůr" besichtigt wurde. Der ehemalige landwirtschaftliche Komplex steht in enger Verbindung zur historischen Altstadt und ist ein erfolgreiches Beispiel für denkmalgerechte, multifunktionale Nutzung mit Fokus auf Versickerungsflächen, Regenwassernutzung und Begrünung.
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