Trauerbewältigung
"Was ist ein Letzter-Hilfe-Kurs, Herr Prein?"

Der Pollhamer Martin Prein gibt Hilfestellungen in Sachen Trauerbewältigung und Trostspenden.
  • Der Pollhamer Martin Prein gibt Hilfestellungen in Sachen Trauerbewältigung und Trostspenden.
  • Foto: Ron Ronson, Burghausen
  • hochgeladen von Julia Mittermayr

Der Pollhamer Martin Prein hat sich Trauerbewältigung verschrieben. Der BezirksRundschau erklärt er, was man sich unter einem Letzte-Hilfe-Kurs vorstellen darf.

POLLHAM (jmi). Den Erste-Hilfe-Kurs kennt jeder, was aber bitte ist ein Letzte-Hilfe-Kurs? "Einen Letzte-Hilfe-Kurs braucht man auch immer – außer man geht aus dem Kurs und stirbt gleich", witzelt Martin Prein. Der Pollhamer hat sich auf das Tabu Tod spezialisiert. Derzeit tourt der ehemalige Kaminkehrer und heutige Thanatologe und Notfallpsychologe mit dem "Letzte-Hilfe-Kurs" durch Österreich.

Selbst Entscheidung zum Adieu treffen

"Ein Aspekt bei meinem Programm ist das Leichentabu, das die Menschheit entwickelt hat. Mythos Leichengift, aber auch Volksglaube, dass beispielsweise Schwangere keinen Leichnam berühren dürfen", so Prein im Gespräch mit der BezirksRundschau. Prein ist es wichtig, dass sich Menschen von ihren Verwandten und Bekannten verabschieden dürfen – das gilt sowohl physisch, also vor dem Sarg, als auch psychisch mit der Akzeptanz des Todes. "Ganz wichtig: Man soll ja nicht rausgehen à la ‚Der Prein hat gesagt, man solle einen Toten angreifen.' Es geht darum, dass Hinterbliebene eingeladen werden und selbst diese Entscheidung treffen", betont Prein. Für manche Betroffene kann es psychisch noch zu viel sein, wenn ein Verwandter tot ist.

Wie spendet man Trost?

Der Letzte-Hilfe-Kurs zielt nicht nur auf die Hinterbliebenen ab, sondern auch auf das Umfeld. Das heißt: der Freund, die Nachbarin. Denn: "Man kommt nicht an dem Thema vorbei – ob im Familien- oder im sozialen Kreis." Im Kurs geht es darum, einen "emotionalen Teppich" herauszuarbeiten, also Hilfe für einen selbst und für andere. Darum ist dem Pollhamer wichtig, jenen Hilfestellung zu bieten, bei denen Freunde und Bekannte in einer Trauerphase sind: Was kann man sagen? Wie kann man trösten? Übrigens: Der Letzte-Hilfe-Kurs ist für Prein nichts Neues. Bereits 2011 startete er die Tagesseminare "An der Seite der Toten", in denen vor allem Rettungskräfte, Bestatter und Altenheimpfleger geschult wurden.

Termine: Letzter-Hilfe-Kurs

Martin Prein lädt zum "Letzte-Hilfe-Kurs" an folgenden Terminen:

  • 29. Oktober 2019: Arbeiterkammer Eferding, 19.30 Uhr
  • 20. November 2019: Hofbaursaal Meggenhofen, 19 Uhr

Zum Thema Letzer-Hilfe-Kurs hat er zudem das gleichnamige Buch veröffentlicht. Weitere Infos auf der Homepage von Martin Prein

Autor:

Julia Mittermayr aus Grieskirchen & Eferding

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