Breitband-Internet
Immer mehr Anschlüsse in Grieskirchen und Eferding

Die Energie AG ist einer der oberösterreichischen Glasfaseranbieter, unter anderem auch für Wallern.
  • Die Energie AG ist einer der oberösterreichischen Glasfaseranbieter, unter anderem auch für Wallern.
  • Foto: Energie AG
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GRIESKIRCHEN, EFERDING (gwz). In Wallern konnten seit 2017 etwa 60 Häuser beziehungsweise Parzellen von der Energie AG mit einer schnelleren Verbindung ausgestattet werden.
Der gesamte Ort ist durch den Internet-, TV- und Festnetz-Anbieter UPC versorgt. Dennoch gibt es einzelne Gebiete, die nun von Breitband-Internet profitieren können. Laut Bürgermeister Franz Kieslinger setzte sich vor zwei Jahren vor allem ein junger Gemeindebürger dafür ein: "Das hat gut funktioniert. Der junge Bursche hat in einem Gebiet, das nicht im Förderatlas liegt, die Initiative ergriffen und sich sehr um den Energie-AG-Anschluss bemüht." Laut Kieslinger stellte es sich anfangs als schwierig heraus, die Bürger von dieser Modernisierung zu überzeugen. "Wir sind von Haus zu Haus gegangen und haben mit den Betroffenen Gespräche geführt. Es dauert einfach, bis das Bewusstsein der Leute wächst", weiß der Bürgermeister. Erst 2018 im Dezember fand ein Gespräch mit Fiber Service, einer Firma für Glasfaser-Ausbau, über eine mögliche Erweiterung statt.
Eines der tragenden Unternehmen für Breitband-Internet in Oberösterreich ist die Energie AG. Sie verlegt die Infrastruktur, ist aber kein Provider, sprich: Sie bietet selbst keine Verträge an. Das obliegt den jeweiligen Anbietern vor Ort, die dem Kunden Verträge vorlegen und an die Energie AG Tantiemen für die Nutzung der Glasfasern zahlen.
"Je mehr Teilnehmer, umso rascher kann ein konkretes Projekt in Angriff genommen werden", so Wolfgang Denk von der Energie AG zur Situation in Wallern. Generell baut die Energie AG mit FTTH (Fiber to the Home) aus, dadurch wird jedes Haus direkt mit einem Glasfaseranschluss versorgt. "Vor allem Jugendliche werden in Zukunft immer öfter ein Mehr an Bandbreite benötigen, da auch viele Lehr- und Lerninhalte von Schulen oder Universitäten mittlerweile online zur Verfügung gestellt werden. Mobiles Arbeiten von zu Hause wird zudem ein immer größeres Thema", sagt Denk.
In den Bezirken Grieskirchen und Eferding wurden beziehungsweise werden in naher Zukunft inklusive Wallern 30 Gemeinden mit schnellerem Internet versorgt. Eine Digitalisierung dieser Art ist vor allem von der Anzahl der künftigen Teilnehmer sowie einer möglichen Förderung abhängig. Finanziert wird der Ausbau von der Energie AG, teilweise kommen Fördermittel aus der Breitband-Ausbau-Aktion des Bundes und des Landes Oberösterreich hinzu.
Eine Vernetzung ist bei jedem Haus möglich, ganz gleich, ob es sich um einen Neubau oder Bestand handelt. Bei der Verlegung werden Künetten, Gräben mit schrägen Wänden, für die gebündelte Einlegung der Glasfaserleitungen ausgehoben.
"Wir brauchen in allen Regionen unseres Bundeslandes einen schnellen Zugang zur digitalen Welt. Daher müssen wir mit dem Glasfasernetz auch hinaus in die Regionen, um einen gleichmäßigen Ausbau zu gewährleisten. Dazu haben wir die FiberService OÖ als Breitbandgesellschaft des Landes OÖ gegründet, um den Glasfaserausbau auch im ländlichen Raum voranzutreiben. Weiters holen wir möglichst viele Mittel aus der Breitbandmilliarde des Bundes ab und investieren als Land bis zum Jahr 2022 100 Millionen Euro in den Breitbandausbau in Oberösterreich. Dazu gibt es bereits einige konkrete Projekte auch in der Region Eferding und Grieskirchen. In der Gemeinde Haibach beispielsweise entsteht eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaserinfrastruktur in Kooperation von Energie AG und FiberService OÖ. In Stroheim ist der Ortskern gut versorgt, die Gebiete außerhalb leiden jedoch unter den geringen erreichbaren Bandbreiten. Die FiberService OÖ versorgt diese Gebiete, ca. 380 Anschlüsse, in Zukunft mit einer Glasfaserinfrastruktur und somit mit schnellem Internet, die Bauarbeiten dafür starten 2019. Im Bezirk Grieskirchen wurde in Kooperation mit der LEADER Region Mostlandl-Hausruck ein Pilotprojekt initiiert. Ziel des Projektes ist die Erstellung eines gemeindeübergreifenden, providerneutralen Ausbauplans gemeinsam mit den Gemeinden“, erklärt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.

Zur Sache

In Grieskirchen und Eferding sind 30 Gemeinden von der Energie AG entweder schon mit Glasfasernetz versorgt oder es wird dort aktuell ausgebaut:

  • Aistersheim
  • Alkoven
  • Bad Schallerbach
  • Fraham
  • Geboltskirchen
  • Grieskirchen
  • Haibach ob der Donau
  • Hartkirchen
  • Heiligenberg
  • Hinzenbach
  • Kallham
  • Kematen am Innbach
  • Meggenhofen
  • Michaelnbach
  • Natternbach
  • Neumarkt im Hausruckkreis
  • Peuerbach
  • Pollham
  • Prambachkirchen
  • Rottenbach
  • St. Agatha
  • St. Georgen bei Grieskirchen
  • Scharten
  • Schlüßlberg
  • Steegen
  • Stroheim
  • Waizenkirchen
  • Wallern an der Trattnach
  • Weibern
  • Wendling

Auf der Internetseite privat.power-speed.at/Ausbau wird Auskunft darüber gegeben, in welchen Straßen einer Gemeinde ein Ausbau geplant ist oder gerade stattfindet.

Dem Fortschritt eine Chance geben

Selbst in ländlichen Gegenden, wie zum Beispiel Wallern, wird immer mehr Wert auf Digitalisierung gelegt. Dabei setzen sich teilweise die Bürger selbst für die Modernisierung ein und zeigen, was sich mit viel Einsatz und Engagement erreichen lässt. Schließlich bringt das digitale Angebot nicht nur Vorteile für Unternehmen, sondern auch für Otto Normalverbraucher, wie billigere Datenverträge fürs Handy oder Streaming-Service. Die erfolgreiche Erweiterung des Breitband-Internets in einzelnen Teilen des Bezirks spricht nicht nur für die Bereitschaft der Leute, der Modernisierung eine Chance zu geben. Sie beweist außerdem den Zusammenhalt innerhalb der Gemeinden. Dazu gehört ebenso der Wille, das vorhandene Wissen über schnellere Verbindungen entsprechend weiterzugeben und für andere verständlich zu machen.

Gwendolin Zelenka

Autor:

Gwendolin Zelenka aus Grieskirchen & Eferding

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