25.11.2016, 12:56 Uhr

Jugend mit Technik begeistern

Doris Hummer, Michael Pecherstorfer, Laurenz Pöttinger und Hans Moser setzen auf moderne Technik bei der Lehrstellensuche.

Mit digitalen Tricks will man Schülern die klassische Lehre und ihre Vorteile näher bringen.

GRIESKIRCHEN (raa). NFC, Near Field Communication, heißt das Zauberwort, mit dem die WKO in Grieskirchen dem Fachkräftemangel entgegentreten will. Da heute ohnehin nahezu jeder Schüler ein modernen Smartphone sein Eigen nennt, lockt die WKO mit Lehrstellen-Infoboards zur Lehrstellensuche. Ein moderner Weg, um dem Fachkräftemangel entgegenzutreten. "Gerade, wo wir Weltspitze sind mit unseren Betrieben, wird die Decke immer dünner", beklaft Wirtschaftsbund-Chefin Doris Hummer. "Ziel ist, die Lehre noch attraktiver zu gestalten", ist WKO-Obmann Michael Pecherstorfer aus Eferding überzeugt. Seine Forderung geht noch weiter: "Das Bild von der Lehre muss ein anderes werden, sowohl vom gesellschaftlichen Image her als auch von der Anerkennung der verschiedenen Ausbildungsstufen muss die Lehre mit der klassischen Matura gleichwertig werden."


Die Lehre attraktiver machen

Bis es, vielleicht, soweit wird, will man zumindest die Berufe den Jugendlichen attraktiver und einfacher präsentieren. "Die Frage war, wie schaffen wir für Jugendliche den Durchblick über die Lehrberufe", so Grieskirchen WKO-Obmann Laurenz Pöttinger. Jede Berufssparte kann über NFC mit ihren Ausbildungsangeboten auf das Handy der Schüler geholt werden. Dort gibt es viele Infos, mitunter sogar kleine Filmchen und vieles mehr. "Wir wollen die Jugendlichen über die Technologie begeistern", so Christian Mayer von Business Upper Austria.
"Der Wettbewerb um unsere Jugendlichen wird sich in den nächsten Jahren noch verschärfen", ist WKO-Leiter Hans Moser überzeugt. "Viele Unternehmen aus Oberösterreich wachsen, aber eben im Ausland", weiß Hummer. "Sie expandieren dort nicht wegen eines niedrigen Lohnniveaus, sondern weil dort eben Fachkräfte vorhanden sind."
Mit den Lehrstellen-Infoboards startet die WKO einen Versuch, diesem Fachkräftemangel durch gezielte Information und Bewerbung verschiedener Berufe gegenzusteuern. Die Attraktivität der handwerklichen Berufe soll gesteigert werden. Die Aufstiegschancen darin noch gesteigert werden. "Glücklich bist du dann, wenn du erfolgreich bist", so Hummer, die von einem regen Interesse der Schüler an den Infoboards überzeugt ist.
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