Nächtliche Zeitreisen durch sechs Museen im Bezirk Güssing

Im Freilichtmuseum Gerersdorf durften sich Besucherinnen wie Lara Pokits aus Rudersdorf am Schmiede-Amboss versuchen.
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  • hochgeladen von Martin Wurglits

Lange konnten sich kulturinteressierte Nachtschwärmer bei ihrer wochenendlichen Erkundungstour Zeit lassen. Sechs Museen hielten ihre Türen bis ein Uhr früh offen, um sich und ihre Exponate bei der "Langen Nacht der Museen" des ORF zu präsentieren.

In Gerersdorf waren besonders die Führungen durch das dunkle Freilichtmuseum gefragt. Gerhard Kisser, Gründer und Betreiber des Museums, erklärte ein Rauchstubenhaus aus Tschanigraben, führte durch einen Blockwerk-Kreuzstadel aus Großmürbisch und erzählte vom ältesten Schweinestall des Burgenlandes. In alten, original erhaltenen Werkstätten konnten sich Besucher beim Schmieden oder Drechseln versuchen.

Auf der Güssinger Burg konnten vor allem Kinder in die Welt von früher eintauchen. Das Malen von mittelalterlichen Motiven und das Tanzen von mittelalterlichen Reigen machte Spaß. Auch die kürzlich eröffnete Sonderausstellung „Die Herrschaft der Familie Batthyány“, die noch bis Mitte November zu sehen ist, stand Interessierten offen.

Rund 2.000 Ausstellungsstücke warteten darauf, im Landtechnikmuseum St. Michael gesehen zu werden. Von der kleinen Sichel bis zum großen Mähdrescher illustriert das Haus die Geschichte der Landbewirtschaftung. Für großes Hallo sorgten Museumsleiter Karl Ertler und seine Mitarbeiter, wenn sie einen der alten, lautstarken Dampfmaschinen- oder Traktormotoren starteten.

Themenspezifische Eindrücke von seinerzeit ließen sich im Güssinger Auswanderermuseum und im Moschendorfer Weinmuseum sammeln. Die Amerika-Wanderung der Burgenländer und die Geschichte des Weinbaus wurden für Nachtschwärmer publikumsgerecht aufbereitet.

Einen zeitgenössischen Kontrapunkt bot Johann Grandits in seinem Stegersbacher Portraitmsuseum. Er zeigte Personendarstellungen des ungarischen Malers Lajos Gerencsér.

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