250 Jahre Marktrecht
Bundeskanzler Stocker kam als Gratulant nach Ollersdorf
- Das von Wolfgang Binder geschnitzte Gemeindewappen wurde von Bernd Strobl, Christian Stocker und NR-Abg. Christoph Zarits (von links) enthüllt.
- Foto: Martin Wurglits
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Bei einem Festakt mit Kanzler Christian Stocker wurde der Markterhebung Ollersdorfs vor 250 Jahren gedacht.
OLLERSDORF. Von Maria Theresia bis zu Bundeskanzler Christian Stocker spannte sich der geschichtliche Bogen. Es war am 11. September 1776, als die Kaiserin der Gemeinde Ollersdorf das immerwährende Marktrecht verlieh. Und es war fast 250 Jahre später, als der amtierende Bundeskanzler anreiste, um zum Markterhebungsjubiläum zu gratulieren.
- Begrüßt wurde der Bundeskanzler von Ollersdorfer Kindern.
- Foto: ÖVP
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"Das Marktrecht ermöglichte Ollersdorf seinerzeit neue Möglichkeiten des Handels und der wirtschaftlichen Entwicklung", erklärte Bürgermeister Bernd Strobl beim Festakt. Es sei damals als Vertrauensbeweis zu werten gewesen und als Zusicherung, "frei und sicher" Handel treiben zu können.
- Mit dieser im Gemeindeamt aufgehängten Urkunde verlieh Kaiserin Maria Theresia Ollersdorf anno 1776 das Marktrecht.
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"Die Gemeinde ist damals wie heute das unmittelbarste Umfeld, in dem Menschen aufwachsen und über die Familie hinaus ein Heimatgefühl entwickeln können", betonte der Bundeskanzler in seiner Ansprache. Die Aufgabe der jeweils Verantwortlichen sei es, eine "blühende Gemeinde" an die nächste Generation übergeben zu können. Daher solle man einander in einer Gemeinde mit Respekt begegnen und gemeinsame Lösungen finden, so der Appell Stockers.
- Nach der Feier stand der Kanzler für Bürgergespräche zur Verfügung.
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Im Anschluss an den Festakt, an dem auch ÖVP-Landesobmann NR-Abg. Christoph Zarits und Ehrenbürger Oskar Fencz teilnehmen, stand der Regierungschef der Bevölkerung für Fragen, Gespräche und Fotos zur Verfügung.
Kurioses Doppel-Marktrecht
Kurios ist übrigens, dass Ollersdorf zweimal zur Marktgemeinde erhoben wurde. Das 1776 durch Maria Theresia verliehene Marktrecht war längst in Vergessenheit geraten, als über 200 Jahre später die Gemeinde 1986 bei der Landesregierung die Ernennung zur Marktgemeinde beantragte. Erst 2014 wurde die Urkunde von 1776 durch Zufall im Archiv der einstigen Adelsfamilie Batthyány wiedergefunden.
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