Eröffnung am 23. Oktober
Burgauberg-Neudauberg hat ein neues Gemeindezentrum
- Das neue Gebäude, das auch Büros, ein Geschäft und einen Mehrzwecksaal enthält, wurde in Burgauberg gegenüber dem alten Gemeindeamt errichtet.
- Foto: Martin Wurglits
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Die Gemeinde Burgauberg-Neudauberg hat ein neues Gemeindezentrum mit vielen Funktionen bezogen.
Vom "Haus mit Toskana-Blick" war die Rede, als im August 2020 der Baubeginn für das neue Gemeindezentrum in Burgauberg erfolgte. Das Versprechen hat sich erfüllt. Am Samstag, dem 23. Oktober, wird das Multifunktionsgebäude der Gemeinde Burgauberg-Neudauberg inmitten pittoresker südburgenländischen Hügellandschaft eröffnet.
Umweltgerechtes Bauen
Gegenüber dem vorherigen Gemeindezentrum mit Volksschule, Kindergarten und Gemeindeamt ist nach den Plänen des Architekturbüros Göbl/Nairz ein Neubau entstanden, der nachhaltiges Bauen und zeitgemäße Formensprache verbindet. Ziegel und Holz sind die bestimmenden Materialien, Beton wurde nur nach statischer Notwendigkeit eingesetzt. Erdölhaltiges Material wie Vollwärmeschutz wurde so gut wie möglich vermieden. Die Heizenergie kommt von einer Hackschnitzelanlage, die Gemeindezentrum, Schule, Kindergarten und acht Wohnungen mit Wärme versorgt.
Ein Giebeldach liegt über allen Gebäudeteilen, auch über der neuen Wohnhausanlage nebenan, die die Oberwarter Siedlungsgenossenschaft (OSG) bis zum Frühjahr fertigstellen will. Auf dem Dach erzeugt eine 100-Kilowatt-Photovoltaikanlage Ökostrom, ein Salzwasserspeicher garantiert die Stromversorgung in Notsituationen.
Gemeindeamt übersiedelt
Die Gemeindeverwaltung ist von der anderen Straßenseite bereits in ihr neues Domizil übersiedelt. Bürgermeister Wolfgang Eder und seine Mitarbeiterinnen haben behindertengerecht zugängliche Büros bezogen, die - mit einem Besprechungsraum - in zwei gegenüberliegenden Reihen angeordnet sind. Direkt beim Eingang wird ein Tourismusbüro und Informationsraum für Gäste angesiedelt.
Mehrzwecksaal und Geschäft
Aushängeschild des Gemeindezentrums ist der neue Mehrzwecksaal, der für Hochzeiten, Konzerte und Informationsveranstaltungen gedacht ist. Bis zu 120 Personen finden hier Platz. Vom Saal geht man nach draußen auf die geräumige "Hochzeitsterrasse", von der aus sich der "Toskana-Blick" am besten genießen lässt. Die erste Trauung hat übrigens bereits stattgefunden.
Links vom Haupteingang ist der "Bergler-Laden" geplant. Hier soll es Lebensmittel und andere Produkte zu kaufen geben, die in der Region erzeugt werden. Auch eine "Verkostungsterrasse" mit Blick aufs Lafnitztal soll ihrem Namen gerecht werden. Mit dem Wagerberger Markus Lugitsch ist bereits ein Betreiber für den Laden gefunden, derzeit läuft die Suche nach Verkaufspersonal.
Büroflächen für Jungunternehmen
Das Obergeschoß des Hauses bleibt vorerst im "Edelrohbau", wie es Eder nennt. Geplant ist nämlich, hier auf 220 m2 Fläche Büros von aufstrebenden Unternehmen anzusiedeln. Dieser "Co-Working Space" ermöglicht das Arbeiten verschiedener Firmen unter einem gemeinsamen Dach.
Völlig neu gestaltet ist das Vorgelände. Die vormalige Durchzugsstraße ist zu einer verkehrsberuhigten Fläche zwischen Gemeindezentrum und Schule/Kindergarten gerworden. Der Vorplatz kann auch für Veranstaltungen genutzt werden. Die Zahl der Parkplätze wurde erhöht, neue Bäume wurden als Schattenspender gepflanzt, eine Ladestation für Elektrofahrräder installiert.
3,2 Millionen Euro
Das gesamte Vorhaben beläuft sich auf rund 3,2 Millionen Euro. "Bis jetzt sind wir im Kostenplan geblieben", sagt Eder stolz. Vom Land gibt es eine Förderzusage über 500.000 Euro, ein Förderantrag aus dem Dorferneuerungsbudget ist noch offen. Auch für die Photovoltaikanlage und den Salzwasserspeicher gab es eine Förderung.
Die vorherigen Räumlichkeiten des Ende der 1970er errichteten Gemeindeamts werden voraussichtlich für die expandierende Schule genutzt, die sich ständig wachsender Schülerzahlen erfreut. Der Rest der Fläche kann laut Eder vermietet werden.
Beteiligte Baufirmen
Wo jetzt das Gemeindezentrum gebaut wurde, stand bis zum Frühjahr 2020 ein unbewohntes Bauernhaus. Als Bauherr für den Neubau fungierte die Gemeinde selbst, die sich möglichst um die Beauftragung regionaler Firmen bemühte:
- Holzbau: Hero, Burgauberg
- Baumeister: Teerag-Asdag, Stegersbach
- Metallbau: Paugger, Burgau
- Fliesen: Fikisz, Burgauberg
- Fenster: Katzbeck, Rudersdorf
- Heizung, Klima, Sanitär: Eberhaut, Rudersdorf
- Estrich: Maier, Nestelbach
- Innenputz: Zinggl, Dechantskirchen
- Fassade: Marsch, Güssing
- Trockenbau: Gleichweit, Deutsch Kaltenbrunn
- Spengler: Paar, Wolfau
- Maler: Schuster, Hackerberg
- Böden: Ebenspanger, Pinkafeld
- Elektro: Mühl, Kemeten
- Tischler: Auer, Oetz
- Außenanlage: Lang & Menhofer, Güssing
- Bauaufsicht: Hiertz, Wolfau
Eröffnung am 23. Oktober
Das neue Gemeindezentrum für Burgauberg-Neudauberg wird am Samstag, dem 23. Oktober, um 15.00 Uhr eröffnet. Bürgermeister Wolfgang Eder und Architekt Manfred Gräber berichten über den Bau, anschließend erfolgt die Segnung des Hauses. Die Musikvereine Burgau und Hackerberg-Neudauberg sowie die Kindergarten- und Volksschulkinder umrahmen den Festakt. Für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt.
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