15.01.2018, 12:40 Uhr

ÖVP-Kritik: Güssinger Spital wird "abgespeckt"

Gegen Spitals-Aushöhlung und für Akut-Ordination (von links): Georg Rosner, Walter Temmel, Alois Mondschein, Christian Sagartz

Forderung nach Akut-Ordination auch für Bezirk Jennersdorf bleibt aufrecht

Die ÖVP warnt, dass die für Ende März angekündigte Schließung der Gynäkologie nicht das letzte "Abspecken" des Krankenhauses Güssing sein könnte. "Wir erwarten uns vom neuen Spitalslandesrat Doskozil klare Aussagen, was in Güssing ausgebaut und was reduziert wird", stellt Klubobmann Christian Sagartz fest.

Darauf, dass Brustoperationen künftig auch in Oberpullendorf durchgeführt werden, weist Vbgm. Alois Mondschein hin: "Das wird zu einem Rückgang der Operationen in Güssing führen." Außerdem werde die Ausbildungszeit für Orthopädie-Turnusärzte in Güssing gekürzt. Langfristig werde die Orthopädie kein Primariat mehr haben, fürchtet Mondschein.

Akut-Ordinationen

Von Gesundheitslandesrat Darabos erwartet die ÖVP, dass er seine Zusage einlöst, in allen Bezirken - nicht nur in jenen mit einem Spital - eine Akut-Ordination einrichtet. "Im Bezirk Jennersdorf wäre beispielsweise eine Kombination von Visitenarzt und Rot-Kreuz-Stützpunkt denkbar. Die bestmögliche Umsetzung sollte gemeinsam mit Experten überlegt werden", so Sagartz.

Um einem drohenden Mangel bei Allgemeinmedizinern zu begegnen, schlägt die ÖVP die Vergabe von landesweit mindestens 20 Landarzt-Stipendien vor. Derart unterstützte Mediziner müssten sich im Gegenzug dazu verpflichten, eine bestimmte Zeitlang eine Landpraxis zu führen.

SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Dax wies die ÖVP-Kritik als „verantwortungslose Panikmache“ zurück.
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