05.04.2017, 18:43 Uhr

Hunderte Briefe aus Güssing nach Moskau

Die Zeugen Jehovas aus Güssing protestierten schriftlich und vielfach gegen die drohende Auflösung ihrer Religionsgemeinschaft in Russland. (Foto: Zeugen Jehovas)
Die Post in Güssing hatte zuletzt besonders viele Briefe nach Moskau abzufertigen. Die Mitglieder der Zeugen Jehovas schrieben in den vergangenen Wochen hunderte Briefe an russische Entscheidungsträger, um vor dem drohenden Verbot ihrer Glaubensgemeinschafft in Russland zu warnen.

"Die Aktion wird weltweit durchgeführt", berichtet Eldon Goranovic von den Zeugen Jehovas in Güssing. Im März hatte das russische Justizministerium beim Obersten Gerichtshof beantragt, die Zentrale von Jehovas Zeugen in Russland für extremistisch zu erklären und aufzulösen.

Anschließend würden rund 400 registrierte örtliche Rechtskörperschaften aufgelöst werden und die Gottesdienste von über 2.300 Versammlungen der Zeugen Jehovas in Russland für ungesetzlich erklärt, macht Goranovic aufmerksam. "Diese Entwicklungen sind umso mehr unverständlich, als Jehovas Zeugen in der ganzen Welt als friedliebende und gesetzestreue Bürger bekannt sind."

Zu den Empfängern der Briefe aus Güssing zählen Präsident Wladimir Putin, Außenminister Sergej Lawrow, Generalstaatsanwalt Juri Tschaika und Ministerpräsident Dimitri Medwedew.
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