17.11.2016, 19:16 Uhr

Lafnitz-Fischotter: Nicht erlegen, sondern umsiedeln

Die gestiegenen Fischotter-Bestände an der Lafnitz sollen durch Umsiedlung dezimiert werden. (Foto: Rudolpho Duba/Pixelio)
Die Zahl der Fischotter, die den Fischbeständen an der Lafnitz schwer zu schaffen machen, soll gesenkt werden. Das hat Naturschutzlandesrätin Astrid Eisenkopf bekanntgegeben. Die Tiere, die unter strengem Schutz stehen, sollen aber nicht erlegt, sondern lebend gefangen und umgesiedelt werden. "Vor allem die Niederlande haben großes Interesse, dass die Fischotter dorthin übersiedelt werden", so Eisenkopf.

"Mit diesem Experiment wird überprüft, ob, in welchem Ausmaß und in welchem Zeitraum sich die Fischbestände erholen", begründet sie die Maßnahme. Sie erhofft sich eine "Versachlichung der Problematik", die vor allem unter Fischern für erhitzte Gemüter sorgt.

Schutzmaßnahmen werden gefördert

Teichbesitzer können vom Land für ihre Schutzmaßnahmen gegenüber dem Otter eine Unterstützung beantragen. Für die Naturteichförderung stehen 2016/17 in Summe 40.000 Euro bereit. "Im Jahr 2016 wurden knapp 14.500 Euro beantragt und teilweise bereits auch ausbezahlt", berichtet Eisenkopf. Für die Fischotterzaunförderung seien bisher mehr als 14.100 von 25.000 Euro Fördermittel beansprucht worden.

Teichbesitzern und Fischern steht in der Person von "Fischotter-Manager" Andreas Kranz ein Experte für Beratungszwecke zur Verfügung.

Der Fischotter zählt zu den europaweit ganzjährig geschonten Arten und steht unter strengem Artenschutz. Im Burgenland dürften geschätzte 160 Exemplare leben.
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