Radfahren im Mittelgebirge
Radweg schafft neue Verbindungen in Aldrans
- Der Radweg zwischen Innsbruck und Aldrans wird stufenweise ausgebaut.
- Foto: pexels / Tima Miroshnichenko
- hochgeladen von Stefan Fügenschuh
Zurzeit verursacht die Baustelle für den Radweg nach Schloss Ambras Verkehrsbehinderungen. Die L 32 Aldranser Straße war wegen Bauarbeiten sogar über eine Woche ganz gesperrt und wurde erst wieder am Do., 27. August, um 14 Uhr geöffnet. Zwischen 7. und 12. September wird es eine weitere Sperre geben. Im Sommer nächsten Jahres wird der Radweg dann bis Schloss Amras fertig gebaut.
Gerüchten, der Fahrradweg würde dann durch den Wald Richtung Sodatenfriedhof oder Forstmeile fortgeführt, kann der Aldranser Bürgemeister Johannes Strobl nichts abgewinnen: „Das kommt sicher nicht. Im nächsten Schritt wird der Radweg entlang der Landesstraße L 32 vom Schloss Ambras bis zur Gemeindegrenze von Aldrans weiter geführt werden. Leider steht noch kein Termin fest, da noch mit Grundstückseigentümern verhandelt wird und die Detailplanung noch fehlt, ich bin aber optimistisch, dass der Radweg in absehbarer Zukunft vollendet wird.“
Anschluss an Vitalradweg und Gemeindestraßen
In Aldrans können dann Radfahrer entweder auf der L32 weiter ins Dorfzentrum nach Aldrans fahren oder über Gemeindestraßen Richtung Lans. „Den Radfahrern eröffnen sich viele Möglichkeiten. Der neue Radweg ist ja auch an den Vitalradweg angeschlossen, der durch die Mittelgebirgsgemeinden führt und er kann das umfangreiche Netz der Gemeindestraßen nützen“, freut sich Bgm. Strobl, stellt aber auch klar: „Es wird im Mittelgebirge nicht möglich sein, überall zu den den Landesstraßen einen parallelen Radweg zu bauen. Das wäre nicht nur viel zu teuer, sondern ist auch nicht möglich, weil viele Gebiete dicht verbaut sind und einfach kein Platz dafür da ist. Streckenweise wird es immer wieder Mischverkehr geben.“
Überregionale Bedeutung
Der neue Radweg nach Aldrans ist auch eine Weichenstellung. Für den von vielen Radfahrern geforderten Radweg nach Igls gibt es derzeit keine Finanzierung und keine Detailplanung. Die Igler Straße ist streckenweise eng, die Abhänge sind sehr steil, die Errichtung einer parallel verlaufenden Trasse für Radfahrer wäre noch aufwändiger und teurer als auf der Aldranser Seite. Ist der Fahrradweg von Innsbruck nach Aldrans erst einmal fertig, wird sich der Fahrradverkehr dorthin verlagern, auch der Fernradweg München Venezia wird dann wohl über Aldrans geführt werden.
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