Pfarrtal Aldrans
Wo Tiroler Trauben zu Wein werden
- Andrä Steixner und seine Frau Hannelore bewirtschaften im sonnigen Pfarrtal in Aldrans rund 1.800 Quadratmeter Rebfläche. MeinBezirk hat mit den leidenschaftlichen Winzern gesprochen.
- Foto: Kendlbacher
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Auf einem kleinen Hügel im Pfarrtal in Aldrans bewirtschaften Andrä Steixner und seine Frau Hannelore rund 1.800 Quadratmeter Rebfläche. MeinBezirk hat mit den beiden über die Herausforderungen im Tiroler Weinanbau und die heurige Ernte gesprochen.
ALDRANS. Vor wenigen Wochen hieß es im Weingarten von Andrä und Hannelore Steixner im Aldranser Pfarrtal wieder: Zeit für die Weinlese. Auf einem rund 1.800 Quadratmeter großen, nach Süden ausgerichteten Abhang auf 760 Metern Seehöhe pflegen die beiden ihre Reben das ganze Jahr über mit viel Einsatz.
- Weinlese in Aldrans: Mit der heurige Ernte sind die Steixners zufrieden.
- Foto: Steixner/Kendlbacher
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250 bis 300 Liter Wein
Dass der Weinbau in Tirol besondere Herausforderungen mit sich bringt, dessen sind sich die Steixners bewusst. Klima, Lage und Wetter beeinflussen die Entwicklung der Trauben und den Ertrag. Deshalb beobachten sie ihre Reben das ganze Jahr über aufmerksam und stimmen die Arbeiten im Weingarten auf die natürlichen Bedingungen ab. „Wir haben immer öfter Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad. In Tirol kühlt es am Abend aber meist ab. Dadurch kann der Wein Säure aufbauen, was ihn besonders ausgewogen macht“, erklärt Steixner.
Auf ihrer kleinen Anbaufläche produzieren die beiden jährlich rund 250 bis 300 Liter Rot- und Weißwein. Sie setzen auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten, sogenannte PIWIs, die ohne Pflanzenschutzmittel auskommen. Für ihren Rotwein verwenden sie den Blauen Portugieser, dessen rund 30 Jahre alte Rebstöcke noch vom Vorbesitzer stammen. Später erweiterten sie ihren Weingarten um die Weißweinsorten Muscaris und Solaris. Bei der Weinlese hilft die ganze Familie mit. „Zur Weinlese kommen immer viele Freunde und Bekannte, um mitzuhelfen. Danach essen wir gemeinsam und freuen uns über die gute Zusammenarbeit.“ Die heurige Ernte fiel besonders erfreulich aus: „Bei Solaris, Muscaris und auch beim Blauen Portugieser gab es heuer besonders gutes Traubenmaterial. Die Trockenheit und die Hitze haben hier sicher hineingespielt“, sagt die leidenschaftliche Winzerin.
- Auf 760 Metern Seehöhe gedeihen die Reben von Andrä und Hannelore Steixner. Die beiden setzen auf pilzwiderstandsfähige Sorten wie Solaris, Muscaris und Blauen Portugieser.
- Foto: Steixner/Kendlbacher
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30 Jahre Weinbaugeschichte
Der Weinbau auf dem Hügel im Pfarrtal begann laut den Aufzeichnungen der Steixners bereits 1996. Damals pflanzten Alfons Steffan und Georg Punt die ersten Reben. Die Idee dazu entstand laut Steixner eher zufällig: Jemand hatte behauptet, dass an dieser Stelle bereits im Mittelalter Wein angebaut worden sei. Daraufhin wollten die beiden es genau wissen und begannen selbst mit dem Weinbau. Später wurde das Grundstück verpachtet. Als 2014 ein Helfer gesucht wurde, sagte Andrä Steixner sofort zu. Nach zwei Jahren gemeinsamer Arbeit verstarb Alfons Steffan. Seitdem bewirtschaftet Steixner den Weingarten gemeinsam mit seiner Frau Hannelore. 2019 kaufte das Ehepaar schließlich das Grundstück. Die beiden Winzer tauschen sich regelmäßig mit anderen Winzern und Mitgliedern des Kleinwinzerverbands aus, um die Qualität ihrer Weine weiter zu verbessern. Doch nicht nur Wein gedeiht auf ihrem Hang besonders gut: Auch Beeren, Pfirsiche, Edelkastanien, Kürbisse, Artischocken, Physalis und Melanzani wachsen auf dem darunterliegenden Acker. Die Rot- und Weißweine „Viggarblick“ und „Pfarrtaler“ sind direkt ab Hof bei Steixner in der Lanserstraße 29 in Aldrans erhältlich. Bestellungen und Anfragen sind auch telefonisch unter 0699/10587413 möglich.
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