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"Rennsport ist für mich Geschichte"

Gernot Morgenfurt startete erfolgreich bei den Paralympischen Spielen in Pyeong Chang und Kranjska Gora
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  • Gernot Morgenfurt startete erfolgreich bei den Paralympischen Spielen in Pyeong Chang und Kranjska Gora
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Der an Multiple Sklerose (MS) erkrankte Skifahrer Gernot Morgenfurt beendet seine Sportkarriere.

TECHENDORF (lp). Der Weissenseer Blindensportler Gernot Morgenfurt beendet in Kürze seine internationale Karrierere im ÖSV-Kader (Behinderten Sport der Körper- und Sehbehinderten Ski Alpin).
Der Ausflug in die internationale Sportwelt ist für ihn dann Geschichte. "Ob ich bei nationalen Rennen noch starten werde, kann ich noch nicht sagen, dass hängt von meiner körperlichen Verfassung ab", so der 54-Jährige.

Herausforderung

Zum Beginn seiner Karriere vor fünf Jahren hat sich Morgenfurt zum Teil "unnötigen Diskussionen" aussetzen müssen. "Das war für mich eine große Herausforderung. Obwohl es niemand ausgesprochen hat, was klar was sie über mein Alter denken", erzählt er. Der damalige Cheftrainer war Mitte 20, Morgenfurt also doppelt so alt. "Ich bin mit über 50 in den Profisport als Nachwuchssportler eingestiegen", so der Sportler. Die Entscheidung für den Ski Alpinsport lag auf der Hand. Schon als Kind ist Morgenfurt gerne Ski-Rennen gefahren, war sogar auf den Sprung in den ÖSV-Kader. "Dank meiner gesundheitlichen Situation habe ich gelernt, dass der Körper viele Dinge in seinen Zellen abspeichern und wieder abrufen kann."

Die Krankheit

Gernot Morgenfurt ist seit 1984 an MS (Multipler Sklerose) erkrankt. Der Auslöser war möglicherweise eine Zeckenschutzimpfung beim Bundesheer, nachweisbar ist dies jedoch nicht. Heute weiß man das Multiple Sklerose eine Nebenwirkung der Impfung sein kann. Zunächst litt er unter einer halbseitigen Gesichtslähmung. Nach mehreren Schüben war die gesamte rechte Körperseite betroffen und er saß im Rollstuhl. "Der letzte Schub 2005 hat mir schließlich das Licht ausgeknipst", erklärt Morgenfurt. Dank einer Kortissontherapie hat er noch zirka fünf Prozent Sehvermögen.
Trotz Medikamente verschlechterte sich sein gesundheitlicher Zustand und er erkannte, dass er in seinem Leben etwas ändern muss.
Mit seiner Einstellung und jahrelangen, hartem Training schaffte er es schließlich vom Rollstuhl aufs Einrad und als Profisportler zu den Paralympics 2018 in Pyeong Chang und der Paraski WM 2019 in Kranjska Gora.

Seine Erfolge

Zu seinen größten sportlichen Erfolge zählen der vierte Platz in der Super Kombi, der achte Platz im Super G und der neunte Platz im Riesentorlauf bei den Paralympics in Pyeong Chang. Zusätzlich freut sich der Sportler über den achten Platz im Riesentorlauf, den fünften Platz im Slalom und den sechsten Platz in der Super Kombi bei der Paraski WM in Kranjska Gora.

Das neue Ziel

"Mein nächstes Ziel ist mein Augenlicht zurück zu bekommen", versichert Morgenfurt. Mit Hilfe von Augentrainings soll dies gelingen. "Ich werde auch die Herausforderung meistern", zeigt er sich positiv.

Die größten Erfolge

Paralympics 2018 in Pyeong Chang:

  • 4. Platz in Super Kombi
  • 8. Platz im Super-G
  • 9. Platz im Riesentorlauf

Paraski WM 2019 in Kranjska Gora:

  • 6. Platz in Super Kombi
  • 8. Platz im Riesentorlauf
  • 5. Platz im Slalom

Mehr zum Thema:
www.meinbezirk.at/rundumgesund

Autor:

Lara Piery aus Spittal

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