270 Teilnehmer setzen Zeichen
Sternwanderung gegen geplanten Windpark
- Die Sternwanderung mit starker Message fand Anklang.
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Am 24. Mai fand eine Sternwanderung von Bürgerinnen und Bürgern aus Herzogenburg, Traismauer und Sitzenberg-Reidling gegen den geplanten Windpark statt.
REGION HERZOGENBURG. Bei sonnigem Wetter zogen rund 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus den drei Gemeinden durch den betroffenen Waldabschnitt in Richtung St. Georgsplatz. In Sitzenberg-Reidling begleiteten vier Pferdekutschen die Wanderinnen und Wanderer.
Beisammensein und politische Ansprache
Am Ziel angekommen, gab es ein reichhaltiges Buffet, und die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen in einer geselligen Atmosphäre zusammen. Zu sehen waren viele bekannte Gesichter aus der Widerstandszeit von 2014 bis 2016 sowie zahlreiche neue Unterstützerinnen und Unterstützer. In kurzen Ansprachen erinnerten Vertreterinnen und Vertreter der Gemeinden an die demokratischen Grundlagen des Widerstands, den klar dokumentierten Bürgerwillen der vergangenen Volksbefragung und das Versprechen der Landespolitik, den Windpark zu verhindern.
- Geselliges Beisammensein
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Ein Redner zitierte die damalige Aussage von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP), dass „120 Arbeitsplätze im BVAEB-Gesundheitszentrum wichtiger seien als fünf Windräder im Wald“, was zur breiten Unterstützung des Zentrums beigetragen hatte. Er kritisierte jedoch, dass dieses Versprechen offenbar keine Gültigkeit mehr habe.
Wirtschaftliche Untragbarkeit und ungleiche Lastenverteilung
Weitere Redner stellten die ökonomische Untragbarkeit des Projekts infrage und bezeichneten es als nicht tragbar, dass „einige wenige Betreiber auf Kosten unserer Wälder, unserer Naherholungsräume und letztlich unserer Gesundheit Profite erwirtschaften“. Auch die ungleiche Lastenverteilung wurde thematisiert: Niederösterreich ist mit über 830 Windkraftanlagen Spitzenreiter in Österreich, während westliche Bundesländer gänzlich verschont bleiben. „Warum sollen wir noch mehr Strom erzeugen, den wir selbst gar nicht brauchen – und das zu einem solch hohen Preis?“, fragte ein Redner.
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Auch die Nähe zur Werbeveranstaltung für den „Ruhewald“ wurde kritisch gesehen. Ein Redner erklärte: „Wer mit Windrädern und Bestattungen gleichzeitig Kasse machen will, zeigt eindrucksvoll, worum es hier wirklich geht: um Profit – nicht um Natur, Mensch oder Klima.“
Resonanz und gestärkter Widerstand
Mit 270 Teilnehmerinnen und Teilnehmern übertraf die Sternwanderung die Erwartungen der Veranstalter. Diese zeigten sich überwältigt von der Resonanz und betonten, dass der Widerstand gegen das Projekt nicht abgenommen, sondern sogar stärker geworden sei.
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