LH Platter und LH Kompatscher zeichneten verdiente BürgerInnen aus
Dank und Anerkennung für Dienst am Nächsten
- Franz Treffner aus Imst erhielt die Verdienstmedaille.
- hochgeladen von Clemens Perktold
OBERLAND. Sich für das Gemeinwohl einsetzen, das Wir vor das Ich stellen, füreinander da sein – das ist eine Lebenseinstellung, die unzählige Menschen in Tirol und Südtirol auszeichnet. Aus diesem Grund wurden am Hohen Frauentag, Frauen und Männer aus ganz Tirol für ihr Engagement zum Wohle der Allgemeinheit von den Landeshauptleuten LH Günther Platter und LH Arno Kompatscher in der Innsbrucker Hofburg vor den Vorhang geholt und mit Verdienstkreuzen, Verdienstmedaillen und Lebensrettungsmedaillen geehrt. Weiters wurde HofbesitzerInnen aus Nord-, Ost- und Südtirol das Recht verliehen, den Titel „Erbhof“ zu führen.
Manfred Thurner vulgo Kutte wurde die Verdienstmedaille des Landes Tirol verliehen. Sein diesbezügliches Wirken für die Imster Fasnacht kann als sehr vielfältig bezeichnet werden: Im Laufe der Jahre konnte Manfred Tausende Besucher mit seinen Führungen im Imster Fasnachtshaus für unseren Brauch erwärmen. Bei zahlreichen Veranstaltungen im Haus der Fasnacht stellte er sich als rhetorisch beschlagener Moderator, Vortragender oder auf andere Weise zur Verfügung. Ebenso trug er einen großen Anteil an der erfolgreichen Gestaltung des Imster Fasnachtbuches aus dem Jahre 2008, das heute in kaum einem Imster Haushalt fehlt. Seinem maßgeblichen Einsatz ist es schließlich zu verdanken, dass das Schemenlaufen von der österreichischen UNESCO-Kommission zum Nationalen Kulturerbe und in der Folge als erster österreichischer Brauch 2012 in Paris zum Immateriellen Kulturerbe der Menschheit erhoben worden ist. Dass er darüber hinaus seit vielen Jahrzehnten aktiv an der Fasnacht mitwirkte und immer noch mitwirkt, versteht sich hier fast von selbst.
Auf diesem Wege gratulieren die Imster Fasnachtler auch Franz Treffner zur Verleihung der Verdienstmedaille des Landes Tirols.
Franz hat sich als Stadt- und Fasnachtschronist im Laufe der Jahrzehnte um die Aufarbeitung der Geschichte der Stadtgemeinde Imst sowie um die Imster Fasnacht äußerst verdient gemacht. Über viele Jahre, von 1976 bis 2012, fungierte er als Schriftführer des Fasnachtskomitees, darüber hinaus führte er äußerst penibel und akribisch die Chronik der Imster Fasnacht, die er 1988 von seinem Vater Franz Treffner sen. übernommen hat. Für praktisch alle Fragen zu Geschichtlichem rund um Imst und die Imster Fasnacht war und ist er die erste und zentrale Anlaufstelle. Immer hat er ein offenes Ohr für alle, die Erkundigungen zur Historie der Gemeinde und ihres Fasnachtsbrauches einholen wollen; ebenso gibt er sein Wissen gern weiter – als wahrer „Gedächtnisspeicher Imsts“ kann er vieles aus dem Stegreif beantworten, bei anderem schaut er so lange nach, bis er es findet.
Unbezahlbarer Einsatz
„Ob in Kultur- und Sportvereinen, im Gesundheitswesen oder im Sozialbereich – in nahezu allen Lebensbereichen treffen wir tagtäglich auf Menschen, die ihre Zeit mit ihren Mitmenschen teilen, helfen, unterstützen, anpacken – sei es im Großen wie im Kleinen. Dieser Einsatz ist unbezahlbar und soll entsprechend gewürdigt werden. Denn der soziale Zusammenhalt in unserem Land, die Rücksichtnahme aufeinander und das gemeinsame Arbeiten an einer beständigen Verbesserung der Lebensqualität gehen ganz wesentlich auf den Einsatz der heute Ausgezeichneten zurück. Ohne Menschen wie sie wäre unser Land um vieles ärmer. Daher ist es uns – den Mitgliedern der Tiroler und Südtiroler Landesregierungen sowie dem Tiroler Landtag – ein großes Anliegen, jeder und jedem Einzelnen von ihnen unseren Respekt, unseren Dank und unsere Anerkennung auszusprechen“, betonte LH Günther Platter in seiner Festansprache. Der Landeshauptmann dankte auch den Partnern, Kindern und Freunden, denn „ohne ihr Verständnis, ihre Unterstützung und auch ihre Bereitschaft zum Verzicht wären die heute zu Ehrenden oft nicht in der Lage gewesen, das zu leisten, wofür sie heute ausgezeichnet werden.“„Solidarität, Hilfsbereitschaft und Achtsamkeit sind keine Selbstverständlichkeit. Daher ist es den Ländern Tirol und Südtirol ein gemeinsames Anliegen, diese Werte in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu stellen. Wir tun dies, indem wir jenen Menschen, die diese Werte in besonderer Weise leben, danken und ihnen dafür Anerkennung zollen. Diese Frauen und Männer werden stellvertretend für die zahlreichen Ehrenamtlichen ausgezeichnet, die unbezahlbare Dienste für die Gemeinschaft leisten. Sie sind es, die nicht nur die eigenen Egoismen überwinden, sondern oft sogar so weit gehen, das eigene Leben zu gefährden, um anderen zu helfen“, ergänzte LH Arno Kompatscher.
Ein Hof darf als „Erbhof“ bezeichnet werden, wenn er sich über 200 Jahre im Besitz derselben Familie in gerader Linie oder in der Seitenlinie bis zum zweiten Grad (Geschwister) befindet. 13 Bauernfamilien haben diese Voraussetzungen erfüllt und erhielten heute für ihren Hof ein Erbhofschild aus Bronzeguß samt Urkunde von den Landeshauptleuten überreicht. Die Auszeichnung wird seit 1932 im Bundesland Tirol verliehen, aktuell gibt es in Nord- und Osttirol rund 1.000 Erbhöfe.
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