Ersatz für das Schwimmbad gesucht
- SPÖ-Obmann Erich Streffan hat sich schon vom alten Schwimmbad- areal verabschiedet: „Ich sehe keinen Grund, dieses Bad weiter zu erhalten.“
- hochgeladen von Georg Larcher
Zirler Schwimmbad wird heuer notdürftig repariert, mittel- oder kurzfristig soll eine neue Freizeitanlage her!
ZIRL. Alle Jahre wieder – vor der Sommersaison – kommt das Thema Zirler Schwimmbad auf‘s Tapet: Schon länger pocht die SPÖ darauf, das sanierungsbedüftige Bad zu schleifen und stattdessen an einer anderen Stelle eine größer dimensionierte Freizeitanlage zu situieren. Nun soll der Sportausschuss eine Bad-Verlegung eingehend prüfen.
Mittel- oder gar schon kurzfristig soll eine neue Freizeitanlage für Sommerfrischler in Zirl entstehen, wenn es nach den Wünschen der Zirler SPÖ geht: Dem Dringlichkeitsantrag zur „Prüfung eines neuen Schwimmbadstandortes“ – vorigen Donnerstag im Zirler Gemeinderat von der SPÖ-Zirl und Parteifreie eingebracht – wurde einhellig stattgegeben. Ein erster Schritt ist damit getan. Gleichzeitig wurde beschlossen, heuer nur die notwendigsten Reparaturen bzw. Sanierungsarbeiten am mehr als 50 Jahre alten Zirler Freibad durchzuführen. „Ich sehe kein einziges Argument mehr, das für den Verbleib des Schwimmbades am derzeitigen Platz spricht“, erklärt Sportausschuss-Obmann Erich Steffan (SPÖ) die Situation.
Seit 1957 besteht das Zirler Bad am derzeitigen Platz, damals hatte Zirl nur etwa 3500 Einwohner. Mittlerweile leben 8000 Leute in Zirl. An Spitzentagen drängen sich etwa 5000 Badbesucher Handtuch an Handtuch auf der Liegefläche. „Es wird höchste Zeit, wir wollen rasch zu einer Entscheidung kommen, wie es weiter geht“, so Steffan. Schon vor über einem Jahr hatte die SPÖ-Gemeinderatsfraktion die Idee der Auflassung des derzeitigen Standortes des Schwimmbades Zirl und Neuerrichtung einer Freizeitanlage im Freiland in die öffentliche Diskussion gebracht. „Es soll vor allem auch ein Bad für die Region sein, für Oberperfuss und die Salzstraßenorte.“
Sein Ausschuss wird mit der Standortsuche betraut. Standorte im Osten, Westen und Süden von Zirl stünden zur Wahl, meint Steffan. Eine neue Freizeitanlage wird einen Grundstücksbedarf von bis zu 42.000 Quadratmeter haben, rechnet der SPÖ-Mandatar vor: Etwa 20.000 m² für die baulichen Anlagen zusammen mit einem See, der Rest wäre Liegewiese und Parkplatz, diese Flächen könnten auch gepachtet werden, so Steffan: „So scheint das Unternehmen vom Finanziellen her nicht unmöglich zu sein – es muss dann auch nicht jeder seinen Grund verkaufen.“ Er spricht auch die 7.000 m² an, die im ursprünglich gewünschten Bereich vis-a-vis des M-Preis Bahnhofstraße liegen und jetzt in Gemeindeeigentum sind.
Bis spätestens September 2011 gilt es die Machbarkeit einer Verlegung des Schwimmbades inkl. Kosten zu prüfen. Gespräche mit den angrenzenden Grundstückseigentümern sind zu führen und einen Stufenplan für die Umsetzung zu entwickeln.
Finanzierung über Grundstückverkauf
Der Neubau eines Badesees, eines geheizten Schwimmbades, von Rutschen, Sport- und Freizeitflächen, die notwendigen Gebäude (Cafe, Umkleidekabinen etc.) und die entsprechende Technikausstattung könnten problemlos mit dem Verkaufserlös für das derzeitige Schwimmbadareal getragen werden, wie Erich Steffan anregt: „Ich kann mir da Wohnbauvorhaben vorstellen, allerdings wollen wir da keine Satellitenstadt entstehen lassen, es soll eine sensible Widmung her, für erträgliche Wohnbauvorhaben.“
ZUR SACHE:
Was spricht gegen den derzeitigen Platz?
Erich Steffan (SP) meint: „Wir stehen vor dem Problem, dass zusätzliche Wünsche aufgrund des begrenzten Platzangebotes kaum umsetzbar sind. Die leidige Parksituation ist am bestehenden Standort nicht lösbar.
Auch Erweiterungsmöglichkeiten sind dort nicht möglich. Wünsche der Jugendlichen von Zirl nach Rutschen, mehr Spiel- und Freiräumen kann ebenfalls nicht, aufgrund der Platznot, entsprochen werden. Wir wissen zudem, dass im Bestand doch beträchtliche Reparatur- und Instandhaltungskosten auf uns zukommen.
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