Großprojekt abgeschlossen
Schlachtstelle Wenns wurde ihrer Funktion übergeben

Architekt Josef Eckhart, Markus Kirschner, Andrea Lechleitner, Bgm. Walter Schöpf, Bgm. Elmar Haid, Markus Mauracher
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Die in die Jahre gekommene Pitztaler Schlachtstelle in Wenns wurde nach 22 Jahren jetzt komplett modernisiert und den heutigen Standarts angepasst.

WENNS. "Das Talprojekt ist ein wichtiges Signal für die fruchtbare Zusammenarbeit der Pitztaler Gemeinden, nur gemeinsam ist es möglich in dieser schwierigen Zeit derartige Projekte zu stemmen", führten der Wenner Bürgermeister Walter Schöpf und sein Kollege aus St.Leonhard, Elmar Haid beim Tag der offenen Tür der Schlachtstelle in Wenns aus. Zuvor wurde das Gebäude von Pfarrer Dr. Saji Kizzhakajil feierlich gesegnet.

Versorgung mit regionalem Fleisch

Die 1999 erbaute Schlachtstelle entsprach nicht mehr den heutigen Hygienestandarts und war auch von der Größe der Kühlzellen und der Lagerräumlichkeiten zu klein geworden. Als Betreiber fungieren die vier Pitztaler Gemeinden, Geschäftsführer ist der gleichzeitig als Metzger angestellte Christoph Spiss. Er und sein Metzgerkollege Markus Mungenast werden in der modern eingerichteten Schlachtstelle die angelieferten Tiere verarbeiten und das Fleisch in gewünschter Form verpacken.

"Bisher haben wir hier rund 70 Tonnen Schlachtgewicht pro Jahr verarbeitet. Unser Ziel ist aber eine deutliche Steigerung zu erzielen und die Versorgung der Talbevölkerung, Gastronomie und Hotelerie mit regionalem Fleisch weitestgehend abzudecken", informierte Bezirksbäuerin und Obfrau des Vereins "Pitztal Regional" Andrea Lechleitner.

Das Gute liegt so nah

Eine rundum gelungene Zusammenarbeit im Projekt sah neben den Bürgermeistern auch Markus Mauracher, der als Vertreter des beteiligten Regionalmanagement Roppen und Koordinator des RWP (Regionalentwicklungsprogramm Pitztal) anwesend war. "Mit diesem Vorzeigeprojekt kann die heimische Landwirtschaft eine neue Identität aufbauen."

In der gleichen Tonart fuhr Veterinär Rupert Wassermann fort: "Jetzt kann die Bevölkerung beweisen, dass sie Regionalität lebt. Die Rahmenbedingungen dazu wurden hier geschaffen."

Dazu betonte der Obmann des Vereins "Pitztal Regional", Markus Kirschner: "Wir müssen das Gute im Tal lassen und nicht unsere Tiere unter widrigsten Verhältnissen zu exportieren und Billigfleisch importieren. Unsere Tiere sollen das Pitztal nicht verlassen." 

Planung und Finanzierung

Die Finanzierung von den 1,8 Millionen Euro wurde auf mehreren Säulen aufgebaut. Zu einen leistete das Land Tirol mit 600.000 Euro aus GAF-Mitteln einen großen Beitrag, zum anderen steuerte auch der TVB 150.000 Euro Unterstützung bei. Hier auch ein weiterer Beweis, dass der Tourismus und die Landwirtschaft immer näher zusammenrücken. Der Rest von etwas mehr als einer Million Euro wird auf die vier Talgemeinden mit einem Finanzierungsschlüssel aufgeteilt. Maßgeblich beteiligt an der Planung des für ihn ungewöhnlichen Auftrages zeichnet Architekt Josef Eckhart.

"Herzlichsten Dank für dein weit über das Mindestmaß hinaus gehendes Engagement und für die funktionale Planung dieses Gebäudes. Wir haben mit der Firma Plantech Eckhart einen Goldgriff gemacht und sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden", meinte Bgm. Schöpf abschließend.

Die Schlachtstelle konnte anschließend von der Bevölkerung noch besichtigt werden, ehe sie am vergangenen Montag ihrer Funktion übergeben wurde.

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