Dorfchef sucht nach Lösungen
Stamser Wahrzeichen gesperrt
- Die Stamser Hängebrücke soll in Bälde repariert werden, bevor die Generalsanierung eingeleitet wird.
- Foto: Perktold
- hochgeladen von Clemens Perktold
Die Hängebrücke in Stams ist seit dem vergangenen Herbst gesperrt. Sicherheitsbedenken sind der Grund dafür. Bürgermeister Markus Rinner sucht nach Lösungen.
Hängebrücke Stams
STAMS. Zwischen Kloster, Inn und viel begangenen Spazierwegen spannt sie sich wie ein filigranes Band über die Landschaft: die Stamser Hängebrücke. Normalerweise ist sie ein beliebtes Ziel für Einheimische und Ausflügler, ein technisches Denkmal mit Aussichtswert. Doch seit dem vergangenen Herbst ist sie gesperrt. Sicherheitsmängel wurden festgestellt – zu gravierend, um den Übergang weiterhin freizugeben. Seither kreist vieles im Ort um die Frage: Wie geht es weiter?
Stams
Sicherheit hat Priorität
Bürgermeister Markus Rinner ist derzeit intensiv mit dem Bauwerk beschäftigt. „Die Sicherheit hat oberste Priorität“, betont er im Gespräch. Die Entscheidung zur Schließung sei nicht leicht gefallen, aber alternativlos gewesen. Fachleute hatten bei einer Überprüfung Mängel festgestellt, die eine sofortige Sperre notwendig machten. Details zu den Schwachstellen will man erst nach Abschluss weiterer Begutachtungen nennen, doch klar ist: Es besteht Handlungsbedarf.
In den kommenden Monaten soll die Brücke zunächst instand gesetzt werden. Rund 50.000 Euro will die Gemeinde investieren, um akute Schäden zu beheben und das denkmalgeschützte Bauwerk wieder verkehrssicher zu machen. Dabei gehe es um gezielte Reparaturen – keine umfassende Erneuerung, sondern um Maßnahmen, die den Weiterbetrieb ermöglichen. Ziel sei es, die Brücke so bald wie möglich wieder zugänglich zu machen, ohne dabei Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen.
Langfristig steht jedoch weit mehr im Raum. Eine Generalsanierung wird bereits vorbereitet. Die geschätzten Kosten: rund 1,5 Millionen Euro. Für eine kleine Gemeinde wie Stams ist das eine beträchtliche Summe. Entsprechend sorgfältig müsse geplant werden, sagt Rinner. Fördermöglichkeiten von Land und Bund werden geprüft, ebenso denkmalpflegerische Auflagen berücksichtigt. Denn die Hängebrücke steht unter Schutz – Eingriffe müssen mit dem historischen Charakter vereinbar sein.
Stams
Experten vor Ort
Am 26. Februar kommt Bewegung in die Planungen. An diesem Tag ist eine Begehung mit Experten sowie Vertretern des Denkmalamtes angesetzt. Dabei soll der bauliche Zustand detailliert erhoben und das weitere Vorgehen abgestimmt werden. Es gehe darum, eine belastbare Entscheidungsgrundlage zu schaffen, so der Bürgermeister. Erst danach könne man konkrete Zeitpläne und Finanzierungsmodelle ausarbeiten.
Im Ort wird das Thema aufmerksam verfolgt. Für viele ist die Hängebrücke mehr als nur eine Querung – sie ist Identifikationspunkt und Teil der lokalen Geschichte. Spaziergänger müssen derzeit Umwege in Kauf nehmen, Vereine und touristische Anbieter hoffen auf eine baldige Lösung. Gleichzeitig ist das Verständnis für die Sperre groß. Niemand wolle ein Risiko eingehen.
So steht die Brücke derzeit still – und doch ist sie in Bewegung. Zwischen Sofortmaßnahmen und millionenschwerer Sanierung zeichnet sich ein mehrjähriger Prozess ab. Bürgermeister Rinner setzt dabei auf Transparenz und fachliche Expertise.
Link einfügen
Video einbetten
Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.
Karte einbetten
Social-Media Link einfügen
Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.
Code einbetten
Beitrag oder Bildergalerie einbetten
Foto des Tages einbetten
Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten
Du möchtest selbst beitragen?
Melde dich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.
Du möchtest kommentieren?
Du möchtest zur Diskussion beitragen? Melde Dich an, um Kommentare zu verfassen.