Unser Garten-Tipp im Juli: Das schwarze Gold des Gärtners
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Kompost kann im Garten vielseitig eingesetzt werden
Kompost wird auch das schwarze Gold des Gärtners genannt.
„Mein Kompost stinkt“, was wurde falsch gemacht ?
Der Name „Kompost“ kommt vom lateinischen „compositium“ und heißt „das Zusammengesetzte“, d.h. je vielseitiger das Ausgangsmaterial, desto besser ist die Qualität des Endproduktes.
Optimaler Umgang mit organischen Abfällen
Wenn organische Abfälle bei ausreichender Luftzufuhr (mit Sauerstoff) kompostiert werden, gedeihen aerobe Bakterienstämme, deren Ausscheidungsprodukte stabile Sauerstoff-Verbindungen (O) sind. Hefen, Pilze, Spurenelemente (Zink, Kupfer Mangan), Phosphorsäure, Salpeter-Stickstoff (NO3), Eiweiß, Vitamine, Antibiotika...
Dieser biologische (lebensfreundliche) Vorgang wird allgemein als Rotteprozess bezeichnet!
Das Fäulnisproblem bei biogenen Abfällen
Wenn organische Abfälle unter Luftabschluss (ohne Sauerstoff) gelagert werden, gedeihen anaerobe Bakterienstämme, deren gasförmige Ausscheidungsprodukte giftige Wasserstoff-Verbindungen sind. Schwefel-, Chlor-, Kohlen-, Phosphorwasserstoffe, Ammoniak, Toxine, Viren, Krankheitserreger, Insekten, Gestank, ...
Voraussetzung für Qualitätskompost
saubere Sammlung / Materialqualität
optimale Materialmischung (C/N)
optimaler Feuchtigkeitsgrad
optimaler Temperaturverlauf (Hygiene)
ausreichende Sauerstoffzufuhr für die tätige Mikroflora
optimale Pflege während des Rotteverlaufes
Der optimale Kompostplatz
Wer sich einen Komposter im Garten anlegen will, sollte nach Möglichkeit gleich Platz für zwei Komposthaufen schaffen. Das erleichtert das Umschichten des Komposts, was wiederum den Verrottungsprozess um ein Vielfaches beschleunigt. In dem einen Komposter können zunächst alle Gartenabfälle gesammelt und daraus dann im zweiten Behälter ein Komposthaufen geschichtet werden.
Bei der Standortwahl für den Komposter ist darauf zu achten, diesen auf einen erdigen Untergrund zu stellen. So können nützliche Kleintiere in die Erde kriechen und den Kompost besiedeln, andererseits kann überschüssiges Wasser gut in den Boden absickern. Ein schattiger Platz unter Bäumen sorgt außerdem dafür, dass der Komposthaufen nicht austrocknet. Damit er auf der anderen Seite aber auch nicht durch starke Regengüsse zu sehr durchnässt und so möglicherweise wertvolle Nährstoffe aus dem Kompost gespült werden, empfiehlt sich eine luftdurchlässige Abdeckung.
So schichtet man einen Komposthaufen auf
Damit aus alten Gartenabfällen humusreiche Erde entstehen kann, müssen die organischen Abfälle gut durchgemischt sein. Die Grundlage des Komposthaufens bilden idealerweise Äste und Zweige. Darauf werden anschließend grobe Abfälle (Strauchschnitt) mit feinen Abfällen (Grasschnitt), feuchte Abfälle (verdorbenes Obst) mit trockenen (Laub) und nährstoffreiche (Gemüsereste) mit nährstoffarmen Abfällen (Holzabfälle) gemischt. Diese bunte Mischung sorgt dafür, dass der Kompost gut durchgelüftet ist und nicht etwa durch zu wenig Sauerstoff zu faulen beginnt.
Das gehört u.a. nicht auf den Kompost
Auch wenn Gartenabfälle im Großen und Ganzen kompostierbar sind, gibt es Dinge, die besser nicht auf den Kompost gehören. Dazu zählen Topf- und Schnittblumen, Bananenschalen, Citrusfrüchte (sie können mit Pflanzenschutzmittel behandelt sein) sowie kranke Pflanzenteile oder Unkräuter - die gehören in die Biotonne.
Auf optimale Feuchtigkeit achten
Machen Sie die Faustprobe:
Sie nehmen frisches Kompostmaterial in die Hand und mache eine Faust: quillt Wasser an den Seiten herunter, ist der Kompost zu feucht; bröckelt er nach dem öffnen der Faust auseinander, ist er zu trocken bildet sich ein „Knödel“, ist er optimal. Bei zu feuchtem Kompost nach Möglichkeit trockene Erde und trockenes Häckselmaterial untermischen. ALLES GUTE.
Praktische Überprüfung des Reifegrades:
Der Keimpflanzentest (mit Keimpflanzen wie Kresse, Bohnen, Sommergerste)
1 Teil Gartenerde, 1 Teil Kompost gut vermischen und in Tontopf geben. Kressesamen gleichmäßig und dünn aussäen, mit 2-3- mm Erde bedecken. Keimungszeit: ca 3 Tage. Die Wuchshöhe sollte nach 10 Tagen ca 5-6 cm sein (aufrechter Wuchs, kräftige grüne Pflanzen mit weißer Wurzelausbildung).
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