14.06.2017, 11:14 Uhr

Chaletdorf bleibt ein Spaltpilz

In seiner jüngsten Gemeinderatssitzung beschloss das Wenner Plenum mit 12:1 Stimme die Änderung des Raumordnungskonzeptes, die zugehörige Flächenwidmung und den Bebauungsplan für das geplante Chaletdorf in Wenner Weiler Bichl. Das Projekt mit 80 geplanten Betten wäre ein wichtiger touristischer Impuls für das Tal, wie Dorfchef Walter Schöpf unterstreicht. „70 bis 80 Prozent der Pitztaler leben vom Tourismus. Sollte dieses Projekt scheitern, läuft das Tal Gefahr die touristische Weiterentwicklung vollends zu verschlafen. Die Infrastruktur in Wenns lässt sich allein durch den Konsum der Einheimischen nicht mehr viel länger aufrechterhalten. Wir brauch den Tourismus, um den Stadard i Tal zu halten, bzw. auszubauen.“ Durch die Schaffung ökologisch gleichwertiger Ersatzflächen stehe einer Flächenumwidmung, die auch ökologische Schutzflächen einbezieht, aus seiner Sicht nichts im Wege.
„In Wenns sind die Übernachtungen innerhalb der letzten Jahre um 24% zurückgegangen – es darf deshalb jetzt nicht sein, dass neue, den Tourismus im Tal weiterbringende, Projekte blockiert werden. Von diesen Projekten profitieren wir doch alle", warb auch TVB-Geschäftsführer Gstettner schon im Dezember für das Projekt.
Die „Initiative pro Bichl“ um Werner Dobler besteht allerdings auf die Abhaltung der rechtlich vorgesehenen Gemeindeversammlung, wirft der Gemeindeführung vor, die Argumente vom Tisch zu wischen und spricht von Intransparenz. Die Causa liegt nun im Genehmigungsverfahren beim Land Tirol, die Weichen für das heiß diskutierte Chaletdorf in Wenns scheinen aber gestellt zu sein.
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