Innere Stadt
Das Warten an der Dominikanerbastei und Postgasse hat ein Ende
- Neugestaltung der Dominikanerbastei und der Postgasse soll mehr Lebensqualität in die Innere Stadt bringen.
- Foto: Matthias Pandrea
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Wo über lange Zeit Baustellen das Bild der Inneren Stadt dominierten, soll jetzt endlich Ruhe einkehren. Die Neugestaltung der Dominikanerbastei und der Postgasse bringt mehr Schatten und neue Sitzgelegenheiten für das Grätzl – und soll so für mehr Lebensqualität im ersten Bezirk sorgen.
WIEN/INNERE STADT. Die Baustellenlandschaft, die seit geraumer Zeit das Bild der Inneren Stadt geprägt hat, ist nun einem verkehrsberuhigten und begrünten Bereich gewichen. Mit der Schlusssteinlegung ist die Umgestaltung der Dominikanerbastei und der Postgasse rund um die Alte Post abgeschlossen und verspricht mehr Grün, weniger Verkehr und viel Platz für Fußgängerinnen und Fußgänger. Insgesamt 36 neue Bäume sollen künftig Schatten spenden – eine Fläche von insgesamt 3.300 Quadratmetern wurde entsiegelt.
Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) und der Bezirksvorsteher der Inneren Stadt, Markus Figl (ÖVP), zeigten sich bei einem gemeinsamen Besuch vor Ort beeindruckt: „Wir treiben die Transformation der Stadt massiv voran und entsiegeln, begrünen und kühlen Grätzl und Plätze", meint Sima. Die neuen Sitzgelegenheiten sollen für mehr Aufenthaltsqualität sorgen, die sicheren Radverbindungen sollen gleichzeitig zur Verkehrsberuhigung im historischen Grätzl beitragen.
Planung mit Beteiligung
Bezirksvorsteher Markus Figl zeigte sich ebenfalls überzeugt von dem Projekt: "Die Maßnahmen führen dazu, dass die künftigen Hitzesommer besser bewältigt werden, und dies sowohl mit dem Weltkulturerbe als auch mit den notwendigen Stellplätzen vereinbar ist." Hoch wachsende und großkronige Bäume sollen den notwendigen Schutz vor der Sommerhitze bieten, während Gehsteigvorziehungen die historischen Gebäude stärker ins Blickfeld rücken sollen. Mit dem Erhalt der historischen Pflasterungen auf den Parkspuren – dem sogenannten „Wiener Würfel“ – soll das historische Stadtbild weiterhin spürbar bleiben.
- (v.l.n.r.): Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) und Mobilitätsstadträtin Ulli Sima (SPÖ) zeigten sich bei der Schlusssteinlegung vor Ort beeindruckt.
- Foto: Stadt Wien/Christian Fürthner
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Ein zentrales Anliegen bei der Neugestaltung war laut Figl die Einbindung der Anrainerinnen und Anrainer. Bereits vor dem offiziellen Projektstart sollen Befragungen stattgefunden haben. Auch während der Bauarbeiten, wie bei einer Informationsveranstaltung im vergangenen Herbst im alten Rathaus, soll es laufend Beteiligungsmöglichkeiten gegeben haben.
Ein langer Weg
Bis die Postgasse und die Dominikanerbastei in neuem Glanz erstrahlen konnten, brauchte es Zeit und vor allem viel Durchhaltevermögen seitens der Anrainerinnen und Anrainer. Die Bauarbeiten begannen offiziell im September 2024 – doch bald standen die Bagger wieder still und lange Zeit passierte nichts. Grund der Verzögerung war ein anderes Bauprojekt in der Postgasse. Man wollte zunächst auf den Abschluss der dortigen Bauarbeiten warten, erklärte Bezirksvorsteher-Stellvertreterin Patricia Davis (ÖVP) im vergangenen Herbst. Später habe man sich doch dazu entschlossen, die Schaufeln wieder in die Hand zu nehmen.
- Insgesamt 36 neue Bäume wurden gepflanzt und eine Fläche von insgesamt 3.300 Quadratmetern entsiegelt.
- Foto: Matthias Pandrea
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Die Pläne zur Neugestaltung in der Inneren Stadt waren allerdings schon lange Thema im Bezirk: Erste Überlegungen zur Verbesserung des Grätzels reichen bis ins Jahr 2019 zurück. Von den Anrainerinnen und Anrainern war dementsprechend viel Geduld gefragt, bis das neue Stadtbild sichtbare Formen annahm.
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