Wegen Autoposern
Behörden prüfen ein Nachtfahrverbot in der Inneren Stadt
- Bezirkschef Markus Figl (ÖVP) will weiterhin strenge Kontrollen gegen die Autoposer-Szene in der City.
- Foto: BV1
- hochgeladen von Fabian Franz
Bereits die fünfte Schwerpunktaktion bezüglich der Autoposer fand kürzlich in der City statt. Zusätzlich wird aktuell auch die Möglichkeit eines Nachtfahrverbotes geprüft. Hier warnt der Bezirk jedoch vor einem Verlagerungseffekt.
WIEN/INNERE STADT. Die Polizei hat gemeinsam mit der Gruppe Sofortmaßnahmen und weiteren Dienststellen der Stadt die fünfte Schwerpunktaktion innerhalb kurzer Zeit gegen die Poser- und Raserszene in der City durchgeführt. Bei dem Planquadrat standen illegale Fahrzeugumbauten, überhöhte Geschwindigkeit und Lärmbelästigungen im Fokus. Die Bilanz fällt mit 66 Anzeigen, 30 Organmandaten sowie 35 schweren technischen Mängeln dabei recht deutlich aus.
Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) begrüßt das Vorgehen: "Dass bereits die fünfte Schwerpunktaktion innerhalb kurzer Zeit durchgeführt wurde, zeigt, dass die Behörden entschlossen und konsequent gegen Poser, Raser und andere Verkehrssünder vorgehen."
Nachtfahrverbot in Prüfung
Bezüglich eines möglichen Nachtfahrverbotes stellt der Bezirk klar, dass man eine solche Maßnahme nicht selbst fordere – diese liege derzeit lediglich zur Prüfung bei den Behörden. Einer rechtlichen und verkehrstechnischen Prüfung durch die zuständigen Fachabteilungen stehe man prinzipiell offen gegenüber, sofern eine spürbare Entlastung für die Bevölkerung erreicht werden kann.
Man betont jedoch auch, die weitreichenden Konsequenzen kritisch zu hinterfragen. Ein Nachtfahrverbot beträfe ein großes Gebiet sowie zahlreiche Einrichtungen wie Nachtapotheken oder Hotels. Zudem müssten für Anrainerinnen und Anrainer, Garagenbesitzer und Hotelgäste aufwendige Berechtigungsnachweise kontrolliert werden. Darüber hinaus warnt der Bezirk vor einem reinen Verlagerungseffekt: "Die Poser-Szene könnte sich dann einfach nur auf andere Routen des Bezirks verlagern, was zwar punktuell Entlastung brächte, das grundsätzliche Problem aber nicht lösen würde.“
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