25.01.2012, 10:53 Uhr

Endlich gerechte Noten

Kampf ums Zeugnis: Stadtschulratspräsidentin Susanne Brandsteidl (SPÖ) macht mit dem Lesetest Noten vergleichbar. (Foto: Jobst)
Der Wiener Lesetest beweist: Es hängt vom Lehrer ab, wer ins Gymnasium kommt.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: „In den Wiener Gymnasien haben wir hunderte Schüler, die eine Leseschwäche aufweisen“, erklärt Günter Haider, Direktor des Bundesinstituts für Bildungsforschung, Innovation und Entwicklung des österreichischen Schulwesens (BIFIE). „Die entscheidende Frage ist: Wie haben sie es dorthin geschafft?“

Unterstützung für Lehrer
Dem könnte der Wiener Lesetest nun Abhilfe schaffen. Dabei testete im vergangenen Jahr der Wiener Stadtschulrat die Lesekompetenz von 29.916 Schülern der 4. und 8. Schulstufe. Beim heurigen Test am 29.2. und 1.3. werden es insgesamt 30.480 Schüler sein.

Die Ergebnisse des Tests sind wichtige Informationen für Lehrer und Direktoren: „Dadurch werden die Noten gerechter“, erklärt Bildungsexperte Haider. „Der Lesetest macht erstmals die unterschiedliche Bewertung vergleichbar.“
Kritik übt der Experte an der Zurückhaltung der Lehrer bei der Verwendung individueller Leistungstests: „In Österreich wurde dieses Thema bisher sträflich vernachlässigt.“
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ta wa aus Osttirol | 25.01.2012 | 12:50   Melden
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karl bauer aus Korneuburg | 01.02.2012 | 16:35   Melden
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Anna Plodorfer aus Kufstein | 21.02.2012 | 10:56   Melden
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