25.11.2016, 11:23 Uhr

Kriterien für einen guten Ski-/Snowboardhelm

Gedanken um die Sicherheit vor dem ersten Schneefall bringen viele Kunden in Sportgeschäfte. Neben verschiedenen Designs buhlen viele Hersteller mit Top-Angeboten um Käufer.
Doch was ist zu beachten, wenn ein Ski- oder Snowboardhelm gekauft wird?

Eine Sammlung an wichtigsten Fragen soll die Entscheidung für das Lieblingsprodukt erleichtern:

1. Sicherheitszertifizierung


Alle Helme unterziehen sich den strengen Kriterien nach der Europäischen Norm 1077:2007 und bekommen anschließend ein Gütesiegel ausgestellt. Die Kennzeichnung am Helm ist nicht notwendig, jedoch wird diese in der Produktbeilage ausgewiesen.

Gute Helme zeichnen sich durch ihre Stoßdämpfung, das Gewicht und die Belüftung aus. Die Geräuschwahrnehmung spielt dabei eine große Rolle.

2. Helmmodelle/Helmformen


Um optimalen Schutz zu gewähren, müssen Helme beim Kauf unbedingt Probegetragen werden. Sie dürfen nicht rutschen und müssen fest sitzen.

Es gibt zwei Arten von Helmen:
• Klasse A bedeckt einen sehr großen Schutzbereich inklusive Ohren und Schläfen. Hier sind nur kleine Lüftungsschlitze erlaubt.
• Ski-/Snowboardhelme der Klasse B sind Halbschalenhelme, die leichter und besser belüftet sind. Sie bieten jedoch etwas weniger Schutz als Vollschalenhelme.


Diverse Helme können mit Visier oder ohne Visier gekauft werden.

3. Materialarten (inkl. korrekte Polsterung)


Gute Helme werden aus Glasfaser oder Karbon hergestellt. Die teuren Produkte zeugen von hoher Stabilität bei geringem Gewicht. In der Fertigung der Helme sind sie sehr zeitaufwendig.

Billigere Helme bestehen aus Kunststoffen wie ABS oder Polykarbonat und sind durch ein Spritzgussverfahren schnell hergestellt.

4. Kompatibilität mit Skibrille


Brillen garantieren neben den Helmen selbst Schutz bei Stürzen. Sie sollten keinenfalls drücken.

Damit die Brillen nicht beschlagen, müssen diese über ausreichend Belüftungsschlitze verfügen. Dadurch entsteht kein Kondenswasser an der Innenseite der Brille. Der ideale Abstand zwischen Helm und der Oberkante der Skibrille hat ca. 5 Millimetern. Damit ist die Skibrille genug belüftet.

5. Wann sollte Helm ausgetauscht werden?


Sollte die Innenpolsterung schon sehr abgetragen sein sowie auch Teile fehlen, ist es empfehlenswert, einen neuen Helm anzuschaffen.

Bei Helmen, die bereits bei einem Sturz involviert waren, ist grundsätzlich Vorsicht geboten. Es können sich auf der Oberfläche Haarrisse gebildet haben, die mit freiem Auge nicht zu erkennen sind. Sollte es erneut zu einem Aufprall kommen, kann die 100% Sicherheit nicht mehr gewährleistet werden.
Aus gutem Grund sollte sich daher nach einem heftigen Sturz auf dem Kopf ein neuer Helm gekauft werden.

Durch Umwelteinflüsse, vor allem die Sonne, kann die ABS - Polsterung spröde und trocken werden. Es empfiehlt sich ein genereller Helmtausch alle 3-4 Jahre.

6. Neueste Helmtechnologien

• Die Innenpolsterung kann zusätzlich mit einem Rädchen eingestellt werden.
• Durch eine bewegliche Innenschale wird der Kopf beim Sturz zusätzlich geschützt. Man nennt dies eine aus Schweden kommende MIPS-Technik: Multi-Directional Impact Protection System.
• Mit Hilfe von Bluetooth können Entfernungen beim Telefonieren ohne Kosten von bis zu 800m erreicht werden.
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