Tiroler Ausbildung "Herzinsuffizienzberatung" ist nun zertifiziert

Bereits zum neunten Mal werden heuer zum Europäischen Tag der Herzinsuffizienz (5. bis 7. Mai) in vielen Ländern und Städten Europas Aufklärungsinitiativen gesetzt.
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TIROL. In Tirol gibt es ein gut strukturiertes Therapienetzwerk und eine gute Ausbildung bei Herzinsuffizienz. Nun wurde die Tiroler Pflegeweiterbildung für Herzschwäche von der Europäische Kardiologengesellschaft anerkannt. Tirol gilt hier als Vorreiter.

HerzMobil in Tirol ab 1. Juni auch in Schwaz

Mit dem Projekt HerzMobil werden in Tirol Menschen mit Herzschwäche zuhause betreut und überwacht. Dieses Projekt gibt es in Tirol seit 2013. Es ist eine Kooperation von Land Tirol, Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK), Tirol Kliniken und Austrian Institute of Technology (AIT). Beteiligt sind derzeit die Landeskrankenhäuser in Innsbruck, Hall, Hochzirl und Natters gemeinsam mit niedergelassenen ÄrztInnen und speziell geschulten Pflegepersonen. Bisher waren rund 220 Frauen und Männer in den Bezirken Innsbruck und Innsbruck-Land teil dieses Programms. Ab 1. Juni startet HerzMobil auch in Schwaz. „HerzMobil Tirol ist das bisher erste und nach wie vor einzige Herzinsuffizienzprogramm in Österreich, das bereits bei den PatientInnen in der Regelversorgung angekommen ist.“, so Landesrat Bernhard Tilg.

Weiterbildung ‚Herzinsuffizienzberatung‘ von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie anerkannt

In Tirol wird bei der Pflege von Menschen mit Herzschwäche besonderes Augenmerk gelegt. Pflegekräften steht die spezialisierte Weiterbildung ‚Herzinsuffizienzberatung‘ des AZW (Ausbildungszentrum West für Gesundheitsberufe) in Innsbruck zur Verfügung. Diese spezielle Ausbildung wurde nun von der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie anerkannt, so Bernhard Tilg. „Wir sind wohl zu Recht stolz drauf, das einzige Ausbildungszentrum im deutschsprachigen Raum zu sein, das diese Zertifizierung erhalten hat“, so Waltraud Buchberger, Fachbereichs- und Schuldirektorin Pflege des AZW.

Die Ausbildung "Herzinsuffizienzberatung"

Die Ausbildung "Herzinsuffizienzberatung"  vermittelt ein umfangreiches Wissen über die Pathophysiologie der Herzschwäche. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vermittlung des Umgangs mit Telemedizin, der Überprüfung des Medikamentenkonsums und der Therapietreue. Auch die richtige Kommunikation wird geschult. Die Ausbildung dauert 5 Wochen verteilt auf 9 Monate. Weiters ist eine 40stündige Praktikumszeit notwendig. Der Nächste Ausbildungszyklus startet im Juni 2018. Restplätze sind noch frei. „Als diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger sind wir durch diese Kompetenzvertiefung in der Lage, Menschen mit Herzschwäche nach der Krankenhausentlassung innerhalb von drei bis sechs Monaten bei sich zu Hause zu so genannten adhärenten PatientInnen zu schulen“, so Susanne Krestan, Absolventin des AZW-Kurses zur Herzinsuffizienzberaterin.

In eigener Sache: Typischen Symptome einer Herzschwäche

Bei Herzschwäche (Herzinsuffizienz) können die unterschiedlichen Beschwerden in unterschiedlicher Kombination auftreten. Folgende Symptome können aber dennoch auf eine Herzschwäche hinweisen und ein Arzt sollte aufgesucht werden:

  • Atemnot, speziell bei körperllicher Belastung (beim Stiegen steigen) aber auch im Liegen.
  • Leistungsabfall
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Schwellungen auf dem Fußrücken, an den Knöcheln oder am Schienbein.
  • sichtbar gestaute Halsvenen
  • Harndrang in der Nacht
  • feucht-kalte Haut
  • Unruhe
  • schneller Puls
  • unregelmäßiger Herzrhythmus
  • Herzhklopfen
  • Schwindel
  • Verwirrtheit
  • Ängste und Depression

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