"Eine große Ehre für das Stubaital"

Alpenregionsfest Org  1

Die Schützen aus der gesamten Alpenregion mit Bayern, Nord-, Ost- und Südtirol sowie dem Trentino kommen alle zwei Jahre beim Alpenregionsfest zusammen. Heuer wird dem Schützenbataillon Stubai die große Ehre zuteil, dieses Festwochenende ausrichten zu dürfen. Wie diese riesige Herausforderung gemeistert werden soll, erklären Bat.-Kdt. Major Hans Steuxner und Bat.-Schriftführer Toni Erhard im Interview. Die beiden sind bei der Organisation federführend.

BEZIRKSBLATT: Herr Steuxner, Herr Erhard, Sie sprechen von einem Jahrhundertereignis...
Steuxner/Erhard:
Das ist es in der Tat! Immerhin zählt die Alpenregion an die 1.000 Schützenkompanien. Somit ist es was ganz Seltenes und was ganz Besonderes, wenn man mit der Ausrichtung dieses nur alle zwei Jahre stattfindenden Festes betraut wird. Wir erwarten Ende Mai rund 8.000 Schützen und Musikanten sowie – bei Schönwetter – abertausende Besucher.

BEZIRKSBLATT: Als Bataillonskommandant und -schriftführer bilden Sie beiden die Speerspitze, was die Organisation der groß angelegten Zusammenkunft betrifft. Wie ergeht es Ihnen dabei?
Steuxner/Erhard:
Natürlich ist der Aufwand immens, aber nichtsdestotrotz liegt alles im erwarteten Rahmen. Das Catering im großen Festzelt haben wir dem Wiesenwirt übertragen, da kein einheimischer Verein in der Lage wäre, in zwei Stunden zehntausend Leute zu verköstigen. Das muss ein Profi übernehmen. Allein am Sonntag sind 120 KellnerInnen und zusätzliche 60 Speisenträger erforderlich.

BEZIRKSBLATT: Das Festgelände befindet sich auf den Feldern zwischen Fulpmes und Medraz. Wann beginnt der Aufbau?
Steuxner/Erhard:
Mitte Mai werden wir mit der Errichtung der zwei großen Festzelte und des Wirtschaftszeltes starten. Ob Stromversorgung, Kanal- oder Wasseranschluss – es wurde bereits für alles gesorgt. In diesem Zusammenhang möchten wir der Gemeinde Fulpmes mit Bgm. Robert Denifl für die tatkräftige Unterstützung danken!

Mädels in Stubaier Tracht und Pferdegespanne noch gesucht!
BEZIRKSBLATT: Wo sollen die Massen parken?
Steuxner/Erhard:
In den eigens angepachteten Feldern rundum bzw. auf allen Parkplätzen und in der Tiefgarage des Skizentrums Schlick 2000 sowie weiteren, umliegenden Parkflächen von Firmen etc. Für jene, die nicht von so weit herkommen, empfiehlt es sich, auf die öffentlichen Verkehrsmittel auszuweichen – die Stubaitalbahn AG etwa schiebt Sonderzüge ein.

BEZIRKSBLATT: Nun ist so eine Großveranstaltung ja nicht im Alleingang zu bewältigen. Welche Körperschaften und Vereine stehen Ihnen zur Seite?
Steuxner/Erhard:
Neben allen Schützen des Stubaier Bataillons helfen dankenswerterweise auch die Feuerwehren aus Fulpmes, Neustift, Telfes, Mieders und Schönberg, die Bergwacht und die Rettung aus dem gesamten Bezirk Innsbruck Land sowie die Bergrettung und die Polizei fest mit, um einen geordneten Festablauf zu ermöglichen. Was wir allerdings noch bräuchten, wären rund 20 freiwillige Damen in Stubaier Tracht für den Verkauf der Festabzeichen am Sonntag. Interessierte bitten wir, sich bei Heike Dilcher in der Volksbank Fulpmes zu melden. Und für den großen Festumzug am Sonntag würden wir noch zwei bis drei schöne Pferdegespanne aufnehmen. In der Zeit von 11.00 bis 14.00 Uhr wird, nebenbei bemerkt, ein Schussverbot verhängt. Einen weiteren Appell möchten wir jetzt schon an die Fulpmer Bevölkerung richten: Bitte beflaggt am Festwochenende die Häuser im ganzen Dorf!

BEZIRKSBLATT: Was kostet so ein „Jahrhundertereignis“?
Steuxner/Erhard:
Rund 100.000 Euro. An dieser Stelle auch vielen Dank all unseren Sponsoren und Gönnern – jeder einzelne wird in der Festschrift aufscheinen!

BEZIRKSBLATT: Wenn der Wiesenwirt das Catering im großen Festzelt übernimmt, wo lukriert dann das Stubaier Bataillon seine Einnahmen?
Steuxner/Erhard:
Wir selbst betreiben die Pfiff- und Schnapsbar und auch die Einnahmen aus dem Verkauf von Kaffee und Kuchen sowie der Festabzeichen bleiben uns.

Großer Festumzug als Höhepunkt
BEZIRKSBLATT: Welcher Programmpunkt ist für die Besucher am interessantesten?
Steuxner/Erhard:
Den Höhepunkt bildet sicher der große Festumzug am Sonntag. Die Marschroute führt über die Clemens-Holzmeister-Straße in die Waldraster Straße, weiter über Kirch- und Riehlstraße in die Bahnstraße zum Kirchplatz und in Folge zur Defilierung am unteren Dorfplatz. Das Ganze dauert ca. zwei bis drei Stunden. Neben 25 Musikkapellen und etwa 20 Trommelzügen zur musikalischen Verschönerung werden auch mehrere Pferdegespanne und die rund 200 teilnehmenden Schützenkompanien mitwirken.

BEZIRKSBLATT: Ein Schlusswort Ihrerseits...
Steuxner/Erhard:
Wir hoffen auf einen unfallfreien Festverlauf, schönes Wetter und viele, viele Besucher. Dieses Ereignis darf sich niemand entgehen lassen!
In eigener Sache: Das Festprogramm für Samstag, den 29. und Sonntag, den 30. Mai haben wir im Zur-Sache-Kästchen links für Sie zusammengefasst!

Zur Sache

Samstag, 29. Mai:
18.00 Uhr: Festlicher Akt mit Heldenehrung am Kirchplatz; Fahnenübergabe der Gebirgsschützenkompanie Ohlstadt an das Bataillon Stubai; anschließend Einzug ins Festzelt, wo die Stimmungskapelle Ohlstadt und STS Stubai aufspielen werden;
18.30 Uhr: Festumzug der Formationen zum Festzelt, Konzert mit der Stimmungsmusikkapelle Ohlstadt;

Sonntag, 30. Mai:
6.00 Uhr: Weckruf der Fulpmer und Feldmochinger Böllerschützen;
9.00 Uhr: Aufstellung und landesüblicher Empfang;
10.00 Uhr: Feldmesse;
11.00 Uhr: Ehrungen und Ansprachen der Ehrengäste;
11.30 Uhr: Umzug mit Defilierung;
12.00 Uhr: Musik und Unterhaltung am Festgelände: Im großen Festzelt spielt die MK Trins Stimmungsmusik, anschließend konzertieren eine Böhmische der MK Matrei-Mühlbachl-Pfons unter der Leitung von Kpm. Franz Eller und die Donnerbischl aus Fulpmes; Im kleinen Festzelt spielt die Stimmungskapelle Ohlstadt, danach die MK Kreith und zum Schluss die Schnatterzapfen aus Schönberg;

Autor:

Bezirksblätter Stubai/Wipptal aus Innsbruck

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