Frei im Theater: La fida ninfa
Eine Bühne für die Stars von morgen
- Auch diese Barockoper:Jung-Produktion der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zog ihren Glanz wieder aus der ungeheuren Spiel- und Sangesfreude seines hochtalentierten Ensembles.
- Foto: Birgit Gufler
- hochgeladen von Christine Frei
So ganz schlau wird man aus der treuen Nymphe in Vivaldis gleichnamiger Oper „La fida ninfa“ nicht, die der Prete Rosso mal eben schnell zur Eröffnung des Teatro Filarmonico di Verona 1732 nach dem Libretto des dortigen Bauherrn Marchese Scipione Maffei zu komponieren hatte. Denn im Gegensatz zu Morasto, dem sie ewige Treue schwor, erkennt die Nymphe Licori ihren Geliebten nicht, sondern verlässt sich unsinnigerweise nur auf das, was man ihr jeweils sagt. Was aber insofern wieder stimmig ist, als sie als freiheitsliebendes Naturwesen durch die gewaltsame Verschleppung natürlich den Zugang zu sich selbst verloren hat. So wie ja alle Figuren rund um den gewalttätigen Piraten Oralto letztlich traumatisierte Entführungsopfer sind.
Inszenierung mit neckisch-mythischen Anspielungen
Regisseur François de Carpentries und Ausstatterin Karine Van Hercke suchen in ihrer szenischen und visuellen Umsetzung freilich weniger nach Erklärungen für diese durchaus erklärbaren Verwirrungen, sondern arbeiten stattdessen mit atmosphärisch ungemein effektvollen, schablonenhaften Kulissen und durchaus auch neckischen mythischen Anspielungen. Womit sie Vivaldis psychologisch akzentuierte und von Chiara Cattani emphatisch dirigierte musikalische Erzählung überaus stimmungsvoll verorten. Ihren eigentlichen Glanz bezog natürlich auch diese Barockoper:Jung-Produktion der Innsbrucker Festwochen der Alten Musik wieder aus der ungeheuren Spiel- und Sangesfreude seines hochtalentierten Ensembles. Was Chelsea Zurflüh (Licori), Eline Welle (Elpina), Vojtěch Pelka (Morasto), Nicolò Balducci (Osmino), Kieran White (Narete) und Yevhen Rakhmanin (Oralto) in diesen drei Stunden an Strahlkraft aufboten, war schlichtweg hinreißend.
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