„derémito“ ist angesagt
Gelungener Neustart für Gasthaus Höttinger Schießstand

Raju und Sujata Bishwokarma freuen sich auf Besucherinnen und Besucher im Höttinger Schießstand. | Foto:  Elisabeth de Koekkoek/Innsbruck.info
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  • Raju und Sujata Bishwokarma freuen sich auf Besucherinnen und Besucher im Höttinger Schießstand.
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Der Neustart für das traditionsreiche Gasthaus Höttinger Schießstand ist vollzogen und kann als absolut gelungen bezeichnet werden. Bernd Stracke mit einem Lokalaugenschein für die MeinBezirk-Redaktion Innsbruck.

INNSBRUCK. Als Vertreter der Eigentümerin, der Schützengesellschaft Hötting, erteilten Oberschützenmeister Roland Lintner und 1. Schützenmeister Bruno Kathrein, vor wenigen Tagen dem neuen Betreiberteam, dem nepalesischen Ehepaar Raju und Sujata Bishwokarma, vertraglich den Zuschlag für den Neustart des beliebten Wirtshauses. Sie hatten sich unter mehreren Aspiranten eindeutig als Bestbewerber qualifiziert.

Sujata und Raju werden vom Schützenoffizier Roland Lintner begrüßt | Foto: Stracke
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Tiroler Fahne gehisst

Unverzüglich und engagiert gingen die neuen Betreiber mit ihrem kleinen Team, bestehend aus nepalesischen Landsleuten, bereits in der Vorweihnachtszeit an die Arbeit und machten das Lokal innerhalb kürzester Zeit wieder betriebsfertig. Als sichtbares Zeichen wurde einerseits wieder die weithin sichtbare Tiroler Fahne gehisst, und andererseits lädt am Eingang eine liebevoll gestaltete Willkommenstafel mit dem nepalesischen Willkommens-Symbol, den gefalteten Händen, zum Eintreten ein. Nepal-Kenner wissen, dass man in Nepal (wie übrigens auch in Indien) zur Begrüßung die Handinnenflächen zusammenführt, die Hände in Nähe des Herzens an die Brust legt und den Kopf leicht beugt.

Das Grußwort ist eine aus der Sanskritsprache stammende Zusammensetzung der beiden Worte „namas“ (Verbeugung) und „te“ (dir). Allerdings braucht man im Gasthaus Höttinger Schießstand keine Fremdsprachenkenntnisse: Raju und Sujata, die seit vielen Jahren in Tirol leben und hier auch zuvor schon erfolgreich gastronomisch tätig waren, sprechen perfekt deutsch.

Schon nach kürzester Zeit darf sich das wieder zum Leben erweckte Gasthaus über Bestbewertungen im Internet freuen. „Die beste Werbung ist immer noch die Mundpropaganda“, umreißt Raju lächelnd seine Unternehmensphilosophie.

Raju serviert bei schönem Winterwetter im Gastgarten für kältefeste Gäste persönlich Schweinsbraten mit Kraut und Knödel | Foto: Stracke
  • Raju serviert bei schönem Winterwetter im Gastgarten für kältefeste Gäste persönlich Schweinsbraten mit Kraut und Knödel
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Speisenangebot

Das Speisenangebot spannt sich von bodenständigen heimischen Gerichten bis hin zu veganer und nichtveganer nepalesischer Hausmannskost (auf Wunsch von mild bis scharf). Als besonderer Vorspeisenhit haben sich beim Publikum die in eigener Küche hergestellten „Momos“, ein typisches nepalesisches Nudelgericht, herauskristallisiert. Das eher von traditionellen Genießern bevorzugte klassische Wienerschnitzel, den Schweinsbraten und den Kaiserschmarrn (je nach persönlicher Vorliebe mit oder ohne Rosinen) würde auch so manche Höttinger Köchin nicht gschmackiger auf den Teller bringen. Alkoholfreies (wie etwa Mangosaft), aber auch Wein und Bier sowie Warmgetränke (speziell der nepalesische Tee „Chiya“) löschen verlässlich selbst den größten Durst. Zu den Gästen der ersten Stunde zählte ein enger Freundeskreis rund um den Dichter und Publizisten Bernd Stracke, dem die gleichnamige Stiege beim Gastgarteneingang gewidmet ist.

Wenn das Essen geschmeckt hat, freuen sich Raju und Sujata über einen positiven Kommentar, der gerne auch mit dem Wort „derémito“ (in der Himalaja-Sprache für „das Essen war sehr gut“) ausgesprochen werden kann.

Die Momos, das beliebte nepalesische Nudelgericht, gibt es vegan oder mit (Hühner-)Fleisch
Nepalesische Hausmannskost mit Reis, Currysoße, Hühnerfleisch und Gemüse.
  | Foto: Stracke
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