Für rund 11,2 Millionen Euro
Spatenstich für neue Multifunktionssporthalle in Jennersdorf
- Setzten den Spatenstich: LAbg. Fabio Halb, Sportlandesrat Heinrich Dorner, Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Kanonikus Franz Brei, Vizebürgermeister Helmut Kropf, Bürgermeister Reinhard Deutsch, Bundesrat Mario Trinkl und Stadtrat Oliver Stangl (von links).
- Foto: Elisabeth Kloiber/MeinBezirk
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Groß war der Andrang beim offiziellen Spatenstich für die neue Multifunktionssporthalle in Jennersdorf. Das Interesse von Gemeindevertretern, Sportvereinen und Verbänden unterstrich die Bedeutung des rund 11,2 Millionen Euro teuren Projekts. Bis Anfang 2028 soll im Freizeitzentrum neben dem Fußballplatz eine moderne Halle für Sport, Schule, Kultur und Veranstaltungen entstehen.
JENNERSDORF. Landeshauptmann Hans Peter Doskozil, Sportlandesrat Heinrich Dorner, Bürgermeister Reinhard Deutsch, Vizebürgermeister Helmut Kropf, Architekt Michael Bäck und Thomas Rosner von der Projektentwicklung Burgenland GmbH (PEB) setzten am Mittwoch den symbolischen ersten Spatenstich. Besonders für die Fidas Volleys Jennersdorf und Judo Jennersdorf bringt das Projekt neue Möglichkeiten. Beide Vereine sollen künftig deutlich bessere Trainings- und Wettkampfbedingungen vorfinden.
- Bürgermeister Reinhard Deutsch freut sich über den Startschuss der neuen Multifunktionshalle in Jennersdorf.
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„Die große Beteiligung zeigt, wie wichtig dieses Projekt für Jennersdorf und den gesamten Bezirk ist“, betonte Doskozil. Die Halle solle nicht nur den erfolgreichen Sportvereinen zugutekommen, sondern der gesamten Region. Gleichzeitig hob er den Zusammenhalt über Gemeinde- und Parteigrenzen hinweg hervor. Es gehe darum, eine Infrastruktur zu schaffen, die den Menschen vor Ort zur Verfügung stehe und ihnen ermögliche, Sport, Kultur und Gemeinschaftsleben in der Region zu erleben.
Auch Sportlandesrat Heinrich Dorner bezeichnete die neue Halle als „Meilenstein“ für die Sportregion. Besonders die lange Vorgeschichte des Projekts und das große Publikumsinteresse beim Spatenstich zeigten für ihn dessen Bedeutung. Neben Volleyball und Judo solle die Infrastruktur allen Sportinteressierten offenstehen.
Bis zu 850 Zuschauerplätze
Die Multifunktionshalle wird flexibel nutzbar sein. Neben Sportveranstaltungen sind unter anderem Theater, Konzerte, Lesungen, Schulbälle und weitere gesellschaftliche Veranstaltungen vorgesehen. Ein großzügiger Cateringbereich soll die Nutzung als Veranstaltungszentrum ermöglichen.
- Architekt Michael Bäck erklärte den Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Spatenstichs, was die neue Sport- und Multifunktionshalle alles beinhalten wird.
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Architekt Michael Bäck erläuterte beim Spatenstich die geplante Aufteilung: "Die Multifunktionshalle besteht aus der Sporthalle und einen Mehrzwecksaal. Im Erdgeschoss befinden sich unter anderem Umkleiden und Nebenräume, die von verschiedenen Nutzern gemeinsam verwendet werden können. Im ersten Obergeschoss ist die Hauptzuschauerebene mit fixer Tribüne, Stehplätzen, Ausschank und Sanitäranlagen vorgesehen. Mit einer mobilen Tribüne soll die Halle bei Veranstaltungen auf mehr als 500 Sitzplätze erweitert werden können. Zusammen mit den Stehplätzen stehen damit bis zu rund 850 Zuschauerplätze zur Verfügung.
Im zweiten Obergeschoss sind Büros für die Hallenverwaltung, ein Seminar- und Besprechungsraum, ein Fitness- und Kraftsportbereich sowie ein VIP-Bereich geplant.
Neue Möglichkeiten für Volleyball und Judo
Eine zentrale Rolle nimmt der Sport ein. Für die Fidas Volleys Jennersdorf bedeutet die Halle insbesondere eine Verbesserung der Voraussetzungen für den Spielbetrieb in der 2. Bundesliga. Die entsprechend dimensionierten Spielflächen ermöglichen künftig auch die Austragung von Meisterschaftsspielen unter zeitgemäßen Bedingungen.
Judo Jennersdorf erhält einen eigenen Mehrzweckbereich, der sowohl für den laufenden Trainingsbetrieb als auch für Wettkämpfe und größere Veranstaltungen genutzt werden kann. Durch die gemeinsame Infrastruktur sollen sich zudem Synergien zwischen den verschiedenen Sportarten ergeben.
- Die Mulitfunktionssporthalle in Jennersdorf soll aus zwei zusammenhängenden Bereichen bestehen.
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Hybridbau mit Holz und Photovoltaik
Errichtet wird die Halle in hybrider Bauweise. Stahlbeton kommt unter anderem bei Fundamenten, Stützen und den Stiegenhauskernen zum Einsatz. Für Fassaden sind Sandwichpaneele beziehungsweise hinterlüftete Holzfassaden vorgesehen. Das Dachtragwerk wird als Holzkonstruktion ausgeführt. Die Holzelemente sollen teilweise auch im Inneren sichtbar bleiben.
Für Heizung, Kühlung und Lüftung sind ein Biomassekraftwerk, eine Luft-Wärmepumpe und Klimageräte vorgesehen. Eine Photovoltaikanlage auf dem Dach soll vor allem den Eigenbedarf decken.
Das Projekt umfasst eine Grundstücksfläche von 5.026 Quadratmetern, davon rund 3.750 Quadratmeter Nutzfläche. Die Investitionskosten werden mit rund 11,2 Millionen Euro angegeben. Die Ausschreibung der einzelnen Gewerke hat gestartet. Noch heuer soll mit dem Bau begonnen werden. Die Fertigstellung ist Anfang 2028 geplant.
- Zahlreiche Bürgermeister und Vertreter der Jennersdorfer Sportvereine nahmen am Spatenstich in Jennersdorf teil.
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Barrierefreie Nutzung
Auch auf Barrierefreiheit wurde bei der Planung Wert gelegt. Ein Personenaufzug erschließt alle drei Ebenen, in den Besucherbereichen sind Rollstuhlplätze vorgesehen. Zusätzlich sind zwei barrierefreie Besucherparkplätze sowie eine Abstellfläche mit E-Lademöglichkeit geplant. Ein taktiles Bodenleitsystem soll die Orientierung erleichtern. Der Aufzug ist zudem so dimensioniert, dass bei Bedarf auch der Transport von Personen auf einer Trage möglich ist.
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