Gemeinderat hat beschlossen
Jennersdorf sagt Ja zu KUZ-Verkauf und neuer Halle

Das Kulturzentrum wird verkauft. Dem Gemeinderat liegt das Angebot eines Tauschs mit einem anderen Grundstück an der Hauptstraße vor.
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  • Foto: Martin Wurglits
  • hochgeladen von Martin Wurglits

Der Jennersdorfer Gemeinderat hat in seiner gestrigen Sitzung den Verkauf des Kulturzentrums und den Bau einer Mehrzweckhalle beschlossen. Beim Beschluss handelt es sich einstweilen um einen grundsätzlichen, denn Kaufvertragsentwurf, Planung oder Finanzierungskonzept liegen noch nicht vor.

Beschleunigt hatte den Prozess ein Angebot des Raffel-Besitzers Claudio Cocca. Er schlug im Vorfeld vor, von der Gemeinde das Kulturzentrum zu erwerben und ihr im Gegenzug ein bebautes Grundstück an der Hauptstraße zu überlassen. Das KUZ würde Coccas Projektentwicklungs-Gesellschaft Pannonia allen Vereinen zur Nutzung zur Verfügung zu stellen, bis die neue Mehrzweckhalle errichtet sei.

Pro Mehrzweckhalle

Auch zu dieser bekannte sich der Gemeinderat mit großer Mehrheit. Ein Abänderungsantrag der ÖVP, vor der Abstimmung ein Finanzierungs- und Bewirtschaftungskonzept samt vorhandenen schriftlichen Förderzusagen auszuarbeiten, fand knapp keine Mehrheit.

"Halle, Gemeindeamtsanierung und Bauhof kosten zwischen neun und zwölf Millionen Euro. Somit werden sich die Schulden der Stadtgemeinde verdoppeln", warnte ÖVP-Stadtrat Bernhard Hirczy. FPÖ-Fraktionschef Franz Schenk sprach von einem "Luftschloss ohne Zahlen".

KUZ-Sanierung mit "weniger Mitteln"

Das KUZ ist seit Oktober 2018 für Veranstaltungen baubehördlich gesperrt. Ein Gutachten der Landesimmobiliengesellschaft BELIG geht von einem Sanierungsbedarf von 2,9 Millionen Euro aus. Für einen privaten Besitzer wäre es mit weniger Mitteln sanierbar als für die Gemeinde, argumentierte Bgm. Reinhard Deutsch (JES). Cocca bekannte sich ausdrücklich für die Erhaltung des KUZ. "Ich investiere nicht in etwas, um es nach drei Jahren abzureißen."

Für den Verkauf des Kulturzentrums sprachen in den Augen von Vbgm. Josef Feitl (JES) auch die laufenden Betriebskosten. "Das KUZ kostet uns 79.000 Euro im Jahr."

Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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