Größtes Hotel im Bezirk Jennersdorf
Verkauf des Henndorfer "Life Resort" steht bevor

Am 3. Juni entscheidet das Konkursgericht, ob der Kaufvertrag direkt genehmigt oder noch ein Bieterverfahren angehängt wird.
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  • Foto: Martin Wurglits
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Am kommenden Montag entscheidet sich in Eisenstadt die Zukunft des größten Hotels im Bezirk Jennersdorf. Das Landesgericht in seiner Funktion als zuständiges Konkursgericht wird darüber befinden, ob der Verkauf des insolventen und seit drei Jahren geschlossenen "Life Resort" in unmittelbarer Nähe der Therme Loipersdorf genehmigt wird.

Zwei konkrete Angebote

"Es liegen zwei verbindliche Angebote vor", berichtet Masseverwalterin Barbara Senninger. Es sei daher davon auszugehen, dass der Verkauf bevorsteht. "Das Gericht befindet lediglich darüber, ob ein vorliegender Kaufvertrag genehmigt wird oder ob zwischen den beiden Bietern noch ein Lizitationsverfahren eröffnet wird, um einen besseren Preis zu erzielen", erläutert Senninger.

Touristische Nutzung geplant

Laut ihren Angaben handelt es sich in beiden Fällen um österreichische Firmen, die beide eine touristische Nutzung des Gebäudes anstreben. Die vorgelegten Umbaupläne und Konzepte seien bereits sehr konkret, sagt Senninger.

Turbulente Firmengeschichte

Kommt es zum Verkauf, wird ein neues Kapitel der sehr turbulenten Firmengeschichte des "Life Resort" aufgeschlagen. 2003 wurde es mit Gesamterrichtungskosten von 21 Millionen Euro eröffnet. Eine direkte Kooperation mit der Therme Loipersdorf scheiterte. Die Übernahme des Hotels durch die Austria Trend erwies sich als ebenso wenig erfolgreich wie die nachfolgende Verpachtung.

Eine Gesellschaft wollte 2010 aus dem Life Resort ein Hotel für Behinderte machen. Kurz nach der Eröffnung wurde die Pächterin insolvent. 2013, nach der erstmaligen Schließung des Hauses, scheiterte der Verkauf an eine finnische Investorengruppe. Daraufhin entschieden die Gesellschafter, das Hotel mit einer eigenen Betriebsgesellschaft weiterzuführen.

Das Vier-Sterne-Hotel, das zuletzt im Besitz der VRL Thermensuiten GmbH stand, schlitterte im Juni 2016 in die Insolvenz. Mit 65 Mitarbeitern und 192 Betten war es zu diesem Zeitpunkt das größte Hotel im Bezirk Jennersdorf.

7,2 Millionen Euro offen

Im Konkursverfahren wurden offene Forderungen von 7,2 Millionen Euro anerkannt. 17 Gläubiger warten auf ihr Geld.

Autor:

Martin Wurglits aus Güssing

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