Kellereinbrüche
Keller immer häufiger im Visier von Einbrechern

So ein Kellerabteil ist schnell aufgebrochen. | Foto: Adobe Stock
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Österreichweit nehmen die Kellereinbrüche zu. Im Vorjahr wurde in Keller und Garagen öfter eingebrochen als in Wohnhäuser. MeinBezirk hat nachgefragt, wie man sein Hab und Gut am besten vor Einbrechern schützt. 

KÄRNTEN. Kellereinbrüche nehmen zu. Das geht aus einer Statistik des Kuratoriums für Verkehrssicherheit hervor. Mittlerweile wird in Keller und Garagen öfter eingebrochen als in Wohnhäuser.

Präventionsbeamter Rainer Tripolt | Foto: LPD

Es gibt viel zu holen

Denn zu holen gibt es dort scheinbar viel, wie Rainer Tripolt, der Leiter der Kriminalprävention der Landespolizeidirektion Kärnten bestätigt: "Dort lagern hochpreisige Fahrräder, Rennräder, E-Bikes, Skier, wertvolle Sportgeräte, teures Werkzeug..." Laut Tripolt gehen die Einbrecher auch nicht "auf gut Glück" irgendwo hinein, "das wird vorher ausgekundschaftet, die Einbrecher wissen, wo es sich lohnt, etwas zu stehlen."  

Mehrparteienhäuser besonders "interessant"

Besonders "interessant" für Einbrecher seien Mehrparteienhäuser: "Über eine offene Eingangstür erreichen sie die Kellerabteile ohne Probleme. Oder sie bitten über die Klingelanlage höflich um Einlass. Oder sie huschen über eine angeschlossene Tiefgarage hinein. Und selbst wenn sie eine Tür aufbrechen - in einem Mehrparteienhaus wird das nicht als störend empfunden, weil ja immer irgendjemand etwas im Keller tun kann." Trotzdem sind Einfamilienhäuser nicht vor einem Einbruch gefeit: "Aber in einem Mehrparteienhaus kann ich davon ausgehen, dass ich dort mehr zusammenbekomme."

Was man tun kann

Tripolts' Präventionstipps: Das Kellerabteil blickdicht gestalten, niemand sollte sehen, was man dort lagert. Wertvolle Gegenstände fotografieren und in ein Eigentumsverzeichnis eintragen -das Formular dafür kann man auf der Webseite des Bundeskriminalamtes herunterladen. Wird etwas gestohlen, kann man damit zur Polizei gehen - und hat gleichzeitig einen Beleg für die Versicherung. Räder sollte man zusätzlich mit einem Bogenschloss, verbunden mit einem Wand- und Bodenanker, sichern, bei E-Bikes den Akku herausnehmen und im Wohnraum lagern. Auch neugierige Nachbarn sind ein guter Tipp gegen Einbruch.

Stichwort Dämmerungseinbrüche 

Laut Tripolt startet die Polizei heuer zum ersten Mal keine Initiative zum Thema Dämmerungseinbrüche mehr. Warum? "Weil man die Zeit der Einbrüche nicht mehr auf die Zeit der Dämmung reduzieren kann. Die Einbrecher schauen, wann ein Haus unbewohnt wirkt – und brechen dann ein."

Zur Sache

Laut Kuratorium für Verkehrssicherheit sind die Einbrüche in Wohnräumen (inklusive den angezeigten Einbruchsversuchen) im Vorjahr um rund zwei Prozent auf 6.828 Fälle gesunken, während es bei Keller-Einbrüchen (inklusive Einbruchsversuchen) wieder ein Plus von acht Prozent auf 10.139 Fälle gab. Bei Kellern zeigt also nicht nur der Trend nach oben, es wird auch bereits häufiger eingebrochen als in Wohnräumen. Vor zehn Jahren war es noch umgekehrt.

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