Naturwunder in Kärnten
"Kräftigstes Polarlicht seit Jahrtausendwende"
- Der Berggasthof Edelweißspitze am Grossglockner.
- Foto: https://edelweissspitze.panomax.com/
- hochgeladen von Evelyn Wanz
Wie berichtet kam es am gestrigen Sonntagabend zu einem unglaublichen Naturschauspiel: Polarlichter erhellten den Himmel über Kärnten. So deutlich sind sie selten zu sehen, MeinBezirk sprach mit Gerhard Hohenwarter, Meteorologe der Geosphere Austria.
KÄRNTEN. Laut dem Meteorologen dürfte das eines der stärksten Polarlichter in unseren Breiten seit der Jahrtausendwende gewesen sein. 2003 gab es ein ähnlich starkes Polarlicht in Kärnten. Ursachen dafür sind immer die Gleichen: "Die Aktivitäten auf der Sonne führen dazu. Die Sonne ist jetzt im aktiveren Bereich der Sonnenaktivität. Da ist es nicht untypisch, dass es zu Polarlichtern kommt, denn die Sonnenstürme erzeugen in der Atmosphäre dieses Naturschauspiel", erklärt Gerhard Hohenwarter.
Perfekte Bedingungen
Kärnten war perfekt geeignet, auch in Wien konnte man die Polarlichter bewundern: "Das Gute am gestrigen Abend war, dass der Mond um den Höhepunkt um 18.10 bis 18.20 Uhr, noch nicht aufgegangen ist. Wenn es eine Woche vorher passiert wäre, wäre noch Dämmerung gewesen und somit zu hell, da hätte man wahrscheinlich nichts gesehen. Durch die Zeitumstellung ist es sich ausgegangen", so der Meteorologe.
"Wirklich selten"
"Normalerweise beschränken sich die Polarlichter auf die nördlichen, hohen Breiten, das gestrige Ereignis war aber so intensiv, dass es auch in den Mittleren Breiten zu sehen war. Vor allem dort wo der Himmel klar war, konnte man die Lichter bewundern. Auf den Webcamaufnahmen ist es aufgrund der Langzeitbelichtungen nochmals deutlicher und klarer zu sehen. Gestern war es jedoch auch mit freiem Auge erkennbar. Das war wirklich selten", erklärt der Meteorologe im Gespräch.
Keine Vorhersage über längere Zeit
Sonnenstürme könne man nicht über längere Zeit vorhersagen, man könne nur die aktuellen Entwicklungen abschätzen: "So ein Ereignis ist für einige Stunden vorhersehbar, es hängt mit den Ausbrüchen auf der Sonne zusammen. Die Experten dieser Thematik haben gestern um die Mittagszeit vorhergesagt, dass es zu kräftigen Polarlichtern kommen wird. Anhand von Satelitenmessungen lässt es sich abschätzen, wie stark es ausfallen wird", schildert Hohenwarter.
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