Diskussion um das Integrationsleitbild Kärnten in der Landesregierung

Laut Christian Leyroutz sollen andere Ansichten und Zugänge respektiert werden
  • Laut Christian Leyroutz sollen andere Ansichten und Zugänge respektiert werden
  • hochgeladen von Gerd Leitner

Auf Antrag der FPÖ wurde in der aktuellen Stunde des Kärntner Landtages "Die Auswirkungen des Integrationsleitbildes auf Kärnten" diskutiert. "Auch ich erwarte mir, dass unsere Gäste unsere Gepflogenheiten und unsere Kultur akzeptieren. Die Diskussion über das Integrationsleitbild des Landes darf aber keine Debatte über Asylwerber werden", so Landeshauptmann Peter Kaiser bezüglich der scharfen Kritik an dem vor mehr als einem Jahr veröffentlichen Leitfaden. Es gehe darum, das Miteinander in Kärnten zu regeln. Derzeit sind rund  68.000 Menschen davon betroffen. Nicht dazugezählt werden jene, die den Asylstatus noch nicht erreicht haben.

Keine Menschen zweiter Klasse

"Es gelte in diesem Rahmen auch Arbeitsimmigranten aufzunehmen. Ihnen liefere das Integrationsleitbild wichtige Informationen, um sich rasch in Kärnten zurechtzufinden. Fachkräfte aus dem Ausland, die von Leitbetrieben wie beispielsweise Infineon dringend gebraucht werden, müssten bei uns auch entsprechend aufgenommen und integriert werden. 68.000 Kärntner dürfen nicht als Menschen zweiter Klasse behandelt werden. Wir müssen der eigenen Bevölkerung Schutz und jenen, die Hilfe brauchen, auch Hilfe anbieten", so Landeshauptmann Peter Kaiser in einer Presseaussendung.

Kritik von der FPÖ

Kärntens FPÖ-Klubobmann Christian Leyroutz  wertet diese Aussendung als „wiederholten Missbrauch des Landespressedienstes“.  „Die Opposition über den Landespressedienst zu ermahnen, steht dem Landeshauptmann nicht zu. Wer andere Ansichten und Zugänge nicht respektieren kann, hat die demokratischen Spielregeln nicht verstanden und in der Politik eigentlich nichts verloren“, so Leyroutz.

Ob es uns gefällt oder nicht

„Kärnten hat ein umfangreiches Integrationsleitbild mit einer starken grünen Handschrift, an dem etwa 700 Menschen zwei Jahre lang gearbeitet haben. Dieses beinhaltet wichtige Handlungsempfehlungen für die Neuankömmlinge sowie die Unterstützung der Zivilgesellschaft bei der Integrationsarbeit“, so die Integrationssprecherin der Grünen im Kärntner Landtag, Sabina Schautzer.
Dem fügt der Landtagsabgeordnete Reinhard Lebersorger hinzu: „Es ist sehr bedauerlich, dass es Parteien gibt, die mit einem Leitfaden zur besseren Integration von Menschen, die zu uns kommen, politisches Kleingeld wechseln wollen. Niemand kann wirklich etwas dafür, dass Menschen nach Kärnten zuwandern. Egal ob es uns gefällt oder nicht: Die Menschen sind da und es ist unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass sich diese Menschen bestmöglich in unsere Kultur und unsere „Welt“ einleben können. Dies kann nur geschehen, wenn diese unsere Werte und Regeln kennen und annehmen.“

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