Kärnten 2025
Peter Kaiser präsentiert seine letzte politische Jahresbilanz

Peter Kaiser (SPÖ) wird nächstes Jahr nach dreizehn Jahren als Kärntnes Landeshauptmann sein Amt übergeben. | Foto: Büro LH Kaiser bzw. LPD Kärnten/Jannach (Symbolbild Archiv)
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  • Peter Kaiser (SPÖ) wird nächstes Jahr nach dreizehn Jahren als Kärntnes Landeshauptmann sein Amt übergeben.
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Landeshauptmann Peter Kaiser hat in Klagenfurt seine politische Jahresbilanz für 2025 präsentiert – es ist zugleich seine letzte in dieser Funktion. In einer umfassenden Rückschau zog Kaiser Bilanz über ein Jahr voller geopolitischer Herausforderungen, zentrale Projekte in Kärnten und die Arbeit seiner Referate. Während er positive Entwicklungen hervorhob, kam von der Opposition Kritik an Kurs und Zukunftsperspektiven der Landespolitik.

KÄRNTEN. Das Jahr 2025 neigt sich dem Ende zu, für Landeshauptmann Peter Kaiser markiert es zugleich den Abschluss eines politischen Abschnitts. In den kommenden Monaten wird er sein Amt an Daniel Fellner übergeben, der ihm bereits im September als SPÖ-Vorsitzender nachgefolgt ist. Einen konkreten Zeitpunkt für den Wechsel ließ Kaiser offen.

Herausfordernde Zeiten

In seiner Jahresbilanz betonte Kaiser, dass Politik in herausfordernden Zeiten vor allem Orientierung geben müsse. Die Arbeit in seinen Referaten bilde dafür die Grundlage. Gesellschaftlich und geopolitisch sei 2025 von anhaltenden Kriegen, Konflikten und tiefgreifenden Veränderungen geprägt gewesen.

"2025 war ein Jahr mit geopolitischen Neuordnungen, unerwarteten Entwicklungen, die unser Leben weiterhin prägen, wie die nach wie vor anhaltenden Kriege und Konflikte. Kehrtwendungen wurden zu einer neuen Realität, begleitet von einem Werteverfall und von neuen, unvorstellbar gewesenen Bündnissen. All das hatte und hat Auswirkungen auch auf ein Land wie Kärnten", fasste Kaiser zusammen.

Inbetriebnahme der Koralmbahn

Als positives Signal hob Kaiser die Inbetriebnahme der Koralmbahn hervor. Die neue Verbindung rücke Kärnten näher ins Zentrum Europas und stärke die interregionale Zusammenarbeit. Rund 160.000 Fahrgäste nutzten die Strecke in den ersten beiden Wochen, im Schnitt mehr als 11.000 pro Tag.

Zugtaufe ging erfolgreich mit Andreas Matthä und Bundespräsident Alexander Van der Bellen über die Bühne. | Foto: Stephan Fugger/MeinBezirk.at
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Besonderes Gedenkjahr

Kaiser erinnerte zudem an das besondere Gedenkjahr 2025 mit 80 Jahren Kriegsende, 70 Jahren Staatsvertrag sowie 30 Jahren EU-Beitritt Österreichs. Diese Jubiläen seien stets mit der Verantwortung für Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit verknüpft worden. Gleichzeitig stellte er klar, dass sich Kärnten weder durch Gewalt noch durch Extremismus von seiner liberal-demokratischen Grundhaltung abbringen lasse.

Sport in Kärnten

In seiner Funktion als Sportreferent verwies Kaiser auf die Bedeutung von Bewegung für Gesundheit, Fairness und soziales Miteinander. Initiativen wie die Schwimm- und Leichtathletikoffensive oder die tägliche Bewegungseinheit hätten zehntausende Kinder erreicht. Der Sportstättenbau habe allein 2025 Investitionen von rund 50 Millionen Euro ausgelöst. Großveranstaltungen wie der Ironman, der weitere fünf Jahre in Kärnten stattfinden wird, würden die internationale Sichtbarkeit des Landes stärken.

"Wir sind aber auch heikle Themen angegangen wie die Sucht- und Gewaltprävention oder den Kinderschutz. All diese Dinge verlangen unsere Aufmerksamkeit und unser Handeln", ergänzt Kaiser. 

Neue Kulturstrategie

Im Bereich Kunst und Kultur hob Kaiser den breit angelegten, partizipativen Prozess für eine neue Kulturstrategie hervor, an dem mehr als 1.400 Personen beteiligt waren. Zahlreiche Projekte und Eröffnungen – vom Bachmann Haus über das Kunsthaus Gmünd bis hin zu neuen Museumsstandorten – hätten nachhaltige Impulse weit über Kärnten hinaus gesetzt.

Investition in Bildung

Auch im Bildungs- und Hochschulbereich zog Kaiser eine positive Bilanz. Die Aufnahme der FH Kärnten in den Verbund der European Universities, Investitionen von über 91 Millionen Euro in die Alpen-Adria-Universität Klagenfurt sowie der Ausbau des Bildungs- und Gesundheitscampus würden die Attraktivität des Standorts weiter erhöhen.

Opposition kritisiert

Kritik an Kaisers Bilanz kam von der Opposition. FPÖ-Klubobmann Erwin Angerer zeigte sich enttäuscht und vermisste konkrete Zukunftsvisionen und Lösungen für die wirtschaftlichen Herausforderungen des Landes. Er sprach von verlorenen Jahren unter der rot-schwarzen Landesregierung, kritisierte hohe Schulden, gescheiterte Projekte und eine aus seiner Sicht falsche Wirtschaftspolitik. Auch Team Kärnten schloss sich der Forderung nach klaren Lösungen an.

Ausblick auf 2026

Zum Abschluss dankte Kaiser der Bevölkerung sowie den Medien und blickte auf 2026. Als zentrale Aufgabe nannte er unter anderem strengere Regelungen für soziale Medien auf EU-Ebene. Sein Fazit: Trotz großer Herausforderungen habe Kärnten viele Weichen richtig gestellt und wichtige Projekte umgesetzt.

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