AK-Rechtsschutzbilanz
AK-Rechtsschutz "im Wert" von 47,6 Millionen Euro

Susanne Kißlinger leitet Arbeits- und Sozialrecht in der AK Kärnten
  • Susanne Kißlinger leitet Arbeits- und Sozialrecht in der AK Kärnten
  • Foto: KK/AK_Helge Bauer
  • hochgeladen von Vanessa Pichler

Im Arbeitsrecht, im Sozialrecht und Insolvenzfall erstritt die Kärntner Arbeiterkammer 2018 genau 47,6 Millionen Euro. Am meisten Beratungen gab es in Fällen der Auflösung von Arbeitsverhältnissen.

KÄRNTEN. Der kostenlose Rechtsschutz ist eine Kernkompetenz der Arbeiterkammer Kärnten (AK). 2018 ließen sich in diesem Zusammenhang über 3.000 Arbeitnehmer mehr beraten als im Jahr davor - es waren 81.915. Die meisten Anfragen wurden telefonisch erledigt. Insgesamt wurden 47,6 Millionen Euro in den verschiedenen Bereichen erstritten.

11,2 Millionen Euro im Arbeitsrecht erstritten

Zu den arbeitsrechtlichen Fällen lässt AK-Expertin Susanne Kißlinger wissen: "Wir haben 2.090 abgeschlossene Interventionsfälle mit einem Streitwert von 2,2 Millionen Euro. 779 Mal musste der Klagsweg bestritten werden, wobei neun Millionen Euro erstritten wurden."
Der ausgearbeitete Sozialplan nach der Schließung der Firma Modine im Gailtal macht dabei einen großen Brocken von 4,8 Millionen Euro aus.

30,5 Millionen Euro im Sozialrecht erstritten

Von 1.135 Fällen im Sozialrecht wurden 2018 969 Fälle abgeschlossen - davon wurden 501 Gerichtsakte positiv erledigt, was 30,5 Millionen Euro für Betroffene bedeutet. AK-Sozialrechtsexperte Peter Wenig sagt, dass die meisten Fälle die Invaliditäts- und Berufsunfähigkeitspension betrafen. Falsch berechnete Pflegegeld-Ansprüche und Rehageld wie Schwerarbeitszeiten waren ebenfalls vorherrschende Themen. 

5,9 Millionen Euro im Insolvenzfall erstritten

317 Firmeninsolvenzen landeten im vergangenen Jahr beim Insolvenzschutzverband für ArbeitnehmerInnen (ISA). Dieser errechnet im fall eines Konkurses offene Lohn- und Gehaltsansprüche und bringt die Forderungen beim Insolvenz-Entgelt-Fonds ein. Die Pleite-Opfer erhielten 2018 5,9 Millionen Euro. Die größte Insolvenz war jene der MapTec Personalconsulting mit 124 Mitarbeitern.
AK-Präsident Günther Goach präzisiert: "Die 2017 ins Leben gerufene ,AK-Insolvenz-Soforthilfe' half bereits über 350 Insolvenzopfern als Überbrückung für bevorstehende monatliche Zahlungen - 602.000 Euro wurden als Hilfe zur Verfügung gestellt." Etwa den Mitarbeitern der Firma Zoppoth im Gailtal im Dezember 2018.

Drei Forderungen

Die Auflösung des Arbeitsverhältnisses war das Top-Thema 2018 mit 5.609 Beratungen. Häufig gab es aber auch Fragen zu Entgelt, Einstufung und Abrechnung wie Karenz und Kinderbetreuungsgeld. 

Goach betont im Rahmen der Rechtsschutzbilanz wiederholt drei konkrete Forderungen:

  • Karfreitag frei für alle
  • Nachteile des Papamonats gesetzlich bereinigen
  • Kündigungsschutz im Krankheitsfall

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