Bauprojekte im Bezirk
"Bitte warten" heißt´s in Sachen Schul-Umbau

Das Pflichtschulzentrum Kirchdorf wartet seit Jahren auf die notwendigen Umbaumaßnahmen.
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  • Das Pflichtschulzentrum Kirchdorf wartet seit Jahren auf die notwendigen Umbaumaßnahmen.
  • Foto: digi TNMS-MMS Kirchdorf
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Sieben Projekte im Bezirk Kirchdorf befinden sich im laufenden Pflichtschul-Bauprogramm des Landes OÖ.

BEZIRK KIRCHDORF. "Bildung ist die Chance für junge Menschen, sich für ihre Zukunft zu rüsten. Mit modernen Gebäuden und Räumen schaffen wir eine lernfreudige Umgebung", sagt Landeshauptmann-Stellvertreterin und Bildungsreferentin Christine Haberlander. Vor diesem Hintergrund sind heuer in mehreren Schulen im Bezirk wieder Baumaßnahmen geplant, unter anderem beim Pflichtschulzentrum Kirchdorf. Es umfasst zwei Volksschulen und die Mittelschule. "Der Schulumbau der digi-TNMS-Musikmittelschule Kirchdorf ist zurzeit leider sehr ungewiss. Bereits im letzten Schuljahr 2019/20 gab es fertige Baupläne, die die Zustimmung der Stadtgemeinde hatten und auch die Finanzierung war zugesagt", informiert Sandra Nagler vom Team der Mittelschule. "In den letzten Monaten fand eine Überprüfung des Land Oberösterreichs statt, welche Variante die kostengünstigere ist: der Schulumbau inklusive Sanierung oder ein kompletter Neubau des Pflichtschulzentrums. Das Ergebnis dieser Überprüfung ist uns noch nicht bekannt gegeben worden. Nichtsdestotrotz versucht die digi TNMS-Musikmittelschule immer am aktuellen Stand der Dinge zu sein. Als Pilotprojekt wird zurzeit ein Sekretariat geschaffen, welches den Schulleitungen des gesamte Pflichtschulzentrum (VS 1 und VS 2 sowie der Mittelschule) zur Seite stehen wird."

Entscheidung war für März avisiert

Auch Kirchdorfs Bürgermeisterin Vera Pramberger wartet noch auf eine Entscheidung. "Auf die Beurteilung der prompt eingereichten Unterlagen und somit auf den Startschuss für die baulichen Maßnahmen seitens des Landes OÖ warten wir als Schulerhalter bisher vergeblich, obwohl uns sogar im erst kürzlich geführten persönlichen Gespräch mit Vertretern der Bildungsdirektion eine Entscheidung im März 2021 avisiert wurde", berichtet sie. "Die Stadtgemeinde Kirchdorf hat ihre Hausaufgaben im Unterrichtsfach Schulsanierung immer termingerecht und vollständig beim Land OÖ abgeliefert. Zuletzt im Herbst 2020, als plötzlich zusätzlich zur Sanierungskalkulation nunmehr auch ein Kostenplan für den gänzlichen Neubau abverlangt wurde."
Der bauliche Zustand des Pflichtschulzentrums, das seit dem Jahr 2000 zur Sanierung ansteht, werde nicht besser – im Gegenteil. "Immer wieder müssen Reparaturen durchgeführt werden, um den Unterricht gut aufrecht erhalten zu können."

Baumaßnahmen für "digitale Schule" erforderlich

Das betrifft auch Maßnahmen für das Projekt "digitale Schule". Die Kirchdorfer Mittelschule beteiligt sich an dieser Initiative des Bildungsministeriums. Hierfür muss vor allem das Internet, im speziellen das WLAN, optimal ausgebaut werden. Die teilnehmenden Klassen müssen außerdem mit genügend Steckdosen für das Laden der iPads ausgestattet werden. „Die Vorgaben, die das Bundesministerium für digitale Schulen vorschreibt, müssen wir bereits zu Schulbeginn 2021/22 erfüllen“, ergänzt Direktorin Petra Kapeller, „dafür notwendige Baumaßnahmen können daher nicht bis zur Sanierung des Pflichtschulzentrums waren, sondern müssen vom Schulerhalter zeitgerecht hergestellt werden.“
Vera Pramberger dazu: "Diese Investitionen müssen jetzt noch in die alten Baukörper getätigt werden. Das ist aus meiner Sicht kontraproduktiv und verschlingt Geld, das besser bereits in die Gesamtsanierung einfließen sollte. Die finanziellen Verluste der Corona-Pandemie leisten ebenfalls einen erheblichen Beitrag dazu, dass die ursprünglichen Finanzpläne der Stadtgemeinde auf den Kopf gestellt werden. Da bedarf es jetzt dringend zusätzlicher Anstrengungen des Landes, die Stadtgemeinde als Schulerhalter zu unterstützen.“

Mittelschule Pettenbach: "Viele Ergänzungen getätigt"

Auch Pettenbach findet sich im laufenden Bauprogramm wieder. Mittelschul-Direktor Karl Schachinger schildert: "Unser Schulumbau wurde 2011 eröffnet. Seither wurden viele Ergänzungen im Innenleben getätigt, damit das Haus dem entspricht, was für eine zeitgemäße Schule notwendig ist. Gegenwärtig erweitern wir das `Innenleben´ mit dem Büro für unser Sekretariat im Schulzentrum, das ab Mai in Betrieb geht." Sein Dank gilt der Gemeinde, "ohne sie wären wir nicht auf einem so hohen Standard in unserer TSMS Pettenbach", so Schachinger. Gegenüber dem Land OÖ schlägt er ebenfalls kritische Töne an: "Offenbar ist man nicht in der Lage, Schulen tatsächlich nach den Erfordernissen der Gegenwart zu bauen. Solange der Schulbau nach dem Gießkannenprinzip betrieben wird und politische Hintergedanken eine Hauptrolle spielen, werden keine ordentlichen Projekte zustande kommen und die Gemeinden beim Endfinanzieren alleine gelassen."

Mittelschule Grünburg wird etappenweise saniert

Um die Bausubstanz zu verbessern und die Ausstattungserfordernisse hinsichtlich Klassengröße etc. zu erfüllen, wurde eine etappenweise Sanierung der Mittelschule Grünburg notwendig. Heuer folgt die Sanierung des Turnsaals und der zugehörigen Sanitärbereiche. Anschließend können die Sanierungsarbeiten 2022 abgeschlossen werden. Die Gesamtinvestition liegt bei rund 3,3 Millionen Euro.

Geplant ist außerdem die Sanierung der Volksschule Leonstein mit einem Zubau für einen Kindergarten mit Krabbelgruppe. Auch hier ist eine Schulsanierung aufgrund der Bausubstanz notwendig geworden. In diesem Zuge sollen auch die neuesten Schulausstattungserfordernisse erfüllt werden. Derzeit ist der Gemeindekindergarten im Schloss Leonstein eingemietet. Aufgrund des steigenden Bedarfs und der eingeschränkten Räumlichkeiten im Schloss Leonstein wäre eine Verlegung des Kindergartens laut Gemeinde eine optimale Lösung, um diesen an die Bedürfnisse der Region anzupassen. Das Projekt soll 2022/2023 gestartet werden, das geplante Kostenvolumen beträgt rund 2 Millionen Euro.

Gebaut wird auch beim Schulcampus Molln

Auch für Mollns Bürgermeister Fritz Reinisch ist die Erhaltung des Schulcampus – Volks-, Mittel- und Musikschule – in seiner Gemeinde sehr wichtig. "Es ist gelungen, alle Fraktionen für die Gesamtsanierung zu gewinnen", sagt Reinisch. Volks- und Mittelschule wurde um 1976 errichtet und teilweise saniert. "Unbedingt saniert werden müssen nunmehr das Heizsystem, die Stromschaltung usw." Zu Schulbeginn 2020 wurde die Küche um 60.000 Euro generalsaniert, demnächst sollen Teile der Sanitäranlagen in der Mittelschule folgen. Dafür werden an die 115.000 Euro aufgewendet. Reinisch: "Um dieses Flickwerk zu beenden, suchen wir jetzt einen Gesamtplaner, der ein Gesamtkonzept erstellen muss. Aus dem Rechnungsabschluss 2020 wurde dafür eine Rücklage von 87.000 Euro geschaffen."

Laufendes Pflichtschulbauprogramm:

Folgende Projekte sind im laufenden Pflichtschul-Bauprogramm des Landes OÖ erfasst bzw. für die Förderung vorgemerkt:
• Volksschulen: Grünburg, Hinterstoder, Micheldorf, Molln, Pettenbach, Schlierbach
• Mittelschulen: Grünburg, Kirchdorf, Molln, Pettenbach


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