Freiwillig engagiert und doch in der Kritik

Brigitte Kreuzhuber

WINDISCHGARSTEN, ROSENAU (wey). Die BezirksRundschau zeichnet mit dem Preis "Florian" Menschen aus, die sich in besonderem Maße freiwillig engagieren. Das Ehrenamt verdient Respekt, sind sich die meisten sicher. In der Realität sind die Reaktionen aber nicht immer nur positiv. Brigitte Kreuzhuber aus Windischgarsten kann ein Lied davon singen. Sie ist seit 1994 ehrenamtlich tätig. Damals begann die kreative Windischgarstnerin, den Adventmarkt zu organisieren. "Angefagen hat alles mit einem Fotowettbewerb", erinnert sie sich. Familie Kreuzhuber gewann damals den ersten Preis. Ausgerechnet am heiligen Abend 1993 sollte ihr der Preis zu Hause überreicht werden. Kreuzhuber erzählt: "Ich habe damals Bastelkurse abgehalten, daher war bei mir daheim alles voller Schachteln, Kugeln, Bänder und Deko. Als die Gäste meine Kreationen gesehen haben, waren sie ganz begeistert." So wurde sie kurzerhand für die Organisation des Adventmarktes engagiert. "Der 24. Dezember 1993 war somit mein Einstieg ins Ehrenamt", sagt Brigitte Kreuzhuber.
Seither engagierte sie sich für zahlreiche unterschiedliche Projekte und half bei diversen Veranstaltungen mit, vom Ski-Orientierungslauf über das Lederhosentreffen bis hin zur Hochwasserhilfe für Schärding 2013.

Aktiv für Asylwerber

Seit Herbst 2015 – seit dem ersten Tag, wie sie sagt – betreut sie die Asylwerber im Flüchtlingsheim in der Rosenauer Mühlreithsiedlung. "Ich habe den Spitznamen `Mama Brigitte´ bekommen", so Kreuzhuber. Unterstützung gab es durch anonyme Spender und von ihrem Arbeitgeber aus Liezen. Ihr Engagement wird jedoch nicht von allen gut geheißen. "Meine Tätigkeiten finden außerhalb eines Vereins statt", erklärt sie. "Der Grundgedanke, Menschen zu helfen, steht immer im Vordergrund. Mich hat es aber immer schon gereizt, etwas auf die Beine zu stellen, das andere nicht machen. Was für mich sinnvoll ist, können viele nicht nachvollziehen. Daher bin ich für viele Personen eine Angriffsfläche." Kreuzhuber berichtet von "Wirtshausgetratsche", persönlichen Angriffen und Beschimpfungen auf offener Straße. Auch das Privatleben leidet darunter. "Das ist sehr schlimm", sagt sie. "Es gibt auch positive Reaktionen auf meine Arbeit, aber meist von Leuten, die sich selbst ehrenamtlich engagieren und ein anderes Verständnis dafür haben. Es ist traurig, wenn man sich sogar für Gratisarbeit rechtfertigen muss." Auf die Frage, ob sie ab und zu daran denkt, ihr freiwilliges Engagement aufzugeben, sagt sie: "Das, was seit 2015 passiert ist, kann ich gar nicht aufhören. Wir sind eine Riesenfamilie geworden, und die kann ich nicht im Stich lassen."

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