Jänner-Rallye
Oldie mit Achtungserfolg im Mühlviertel

Mit dem Audi Coupé Quattro rennmäßig durch das Mühlviertel
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  • Mit dem Audi Coupé Quattro rennmäßig durch das Mühlviertel
  • Foto: Christa Feichtner
  • hochgeladen von Franz Staudinger

Horst Stürmer zählt 55 Jahre – und ist doch unter Seinesgleichen einer der Wildesten. Daß er auch einer der Zuverlässigsten seiner Zunft ist, beweist der Rallye-Pilot aus Wartberg an der Krems  einmal mehr sein Abschneiden bei der Jänner-Rallye. Mit seinem Copiloten Rene Zauner aus Inzersdorf und dem Audi Coupé Quattro schaffte er einen weiteren Achtungserfolg im Mühlviertel.

WARTBERG/KREMS (sta). Auch als Spätberufener in Sachen Rallyesport (Karrierestart mit 42 Jahren) versteht es Horst Stürmer blendend, mit großem Können und spektakulären Auftritten zu glänzen. Daß ihm in Sachen Material und PS mit seinem mäßig motorisierten, beinahe prähistorisch anmutenden Audi Coupé Quattro gewisse Grenzen gesetzt sind, versteht sich von selber. Und dennoch: In Sachen Fahrzeug-Beherrschung ist Horst Stürmer eine ernstzunehmende Größe.

Diese war bei der 35. Jänner-Rallye auch mehr denn je gefragt, denn wettermäßig bedingt, wirkte diese Veranstaltung wie ein Zusammenschnitt der Verhältnisse der letzten zehn Jahre. Vom trockenen Asphalt bis zum lupenreinen Schnee-Parcours gab es einfach nichts, was es nicht gab. Eine enorme Talentprobe an die Fahrer – und eine keineswegs leichte Aufgabe auch für die Strategen im Servicezelt, die über die Reifenwahl zu entscheiden hatten.

Viel Action und Spaß

Wie auch immer: Horst Stürmer und Rene Zauner ließen den Audi über die Strecken gleiten, daß es eine Freude für die Zuseher war, und auch selbst hatten sie dabei jede Menge Spaß. Dabei hielten sie beständig die zweite Position in ihrer Gruppe hinter Günther Königseder/Lukas Holzer mit ihrem Lancia Delta Integrale. Am Ende wurde es nicht nur der zweite Platz innerhalb der Kategorie, sondern auch die 24. Position in der Gesamtwertung. Gewiß eine starke Vorstellung angesichts der Fahrer- und Wagen-mäßigen Konkurrenz. Und ein Ergebnis, das auch den Mechanikern gehört, die mit ihrem Einsatz vor und während der Rallye solche Einsätze erst möglich machen.

Apro pos „Einsätze möglich machen“: Auch im regulären Rallye-Ablauf – ohne außerplanmäßige Schäden – kommt es zu natürlichen Abnützungserscheinungen, die von Zeit zu Zeit Erneuerungsarbeiten am Fahrzeug nötig machen. In der nächsten Zeit dürften vor Allem das Getriebe und die Bremsanlage einer gründlichen Überarbeitung bedürfen. Die ist mit Aufwand verbunden – und damit mit zusätzlichen Ausgaben.
Für einen Könner wie Horst Stürmer stellt das zumeist die eigentliche Herausforderung dar, viel mehr noch als der fahrerische Teil. Wie lange die sportliche Auszeit dauern wird, ist ungewiß. Aber sie wird nahezu unumgänglich sein.

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