26.11.2016, 19:16 Uhr

30 Jahre Orthopädie im LKH Kirchdorf

Prim. Dr. Vinzenz Auersperg (re.) leitet die Orthopädie Kirchdorf seit 2013 zusätzlich zur Orthopädie im LKH Steyr. OA Dr. Manfred Stock (Mitte) ist leitender Oberarzt in Kirchdorf.

Vom Experiment zur orthopädischen Versorgung auf höchstem Niveau

KIRCHDORF. 1986 wurde im Landes-Krankenhaus Kirchdorf an der Krems die Abteilung für Orthopädie und orthopädische Chirurgie gegründet. Vor 30 Jahren war die Abteilung damit österreichweit die erste orthopädische Fachabteilung in einem Regionalspital und galt in der Gründungszeit als eine Art Experiment. Von Beginn an wurde der Fachbereich sehr gut von der regionalen Bevölkerung angenommen und machte immer wieder mit wegweisenden Innovationen im Bereich der orthopädischen Chirurgie von sich reden. In den vergangenen drei Jahrzehnten haben sich daher in der Abteilung nicht nur kleinere Eingriffe, sondern das gesamte orthopädische Spektrum bis hin zur komplexen Revisionschirurgie bei Endoprothesen etabliert.

Unter der Leitung von Primar Vinzenz Auersperg und Standortleiter Manfred Stock werden in der Abteilung für Orthopädie und orthopädischer Chirurgie jährlich an die 1200 Operationen durchgeführt. Dabei setzt das Spital sicherlich einen Schwerpunkt in der Endoprothetik. Schon unter dem Vorgänger Wolfgang Ramach wurde die Implantation von Hüftprothesen ohne Durchtrennung der Muskeln eingeführt.

„Auch komplexe Operationen wie die Revisionschirurgie, also operative Eingriffe, die notwendig werden, wenn es bei vorangehend implantierten Endoprothesen zu Komplikationen kommt, gehören zum Alltag unseres Teams“, erzählt Primar Auersperg. Schonende Operationsmethode als Alternative zum künstlichen Gelenk
Zuletzt wurde mit der Hüft-Arthroskopie eine wertvolle Ergänzung im Behandlungsspektrum eingeführt, die in der orthopädischen Chirurgie immer mehr an Bedeutung gewinnt. Durch die Entfernung von knöchernen Ablagerungen bzw. der Refixation oder Glättung des Labrums – einem Faserring, der die knöcherne Hüftpfanne umschließt – ermöglicht es diese Methode, bei einigen Patient/-innen den Einsatz einer Hüfttotalendoprothese zu vermeiden oder zumindest zu verzögern.
Der Vorteil dieser Methode liegt klar auf der Hand: zum einen ermöglicht das minimalinvasive und somit patient/-innenschonende Vorgehen eine raschere und schmerzärmere Regeneration sowie eine größere Beweglichkeit bei den Betroffenen.
Zum anderen können die Expert/-innen durch die Hüft-Arthroskopie viel früher auf die Beschwerden sowie deren Ursachen eingehen. In vielen Fällen können so größere Eingriffe vermieden werden.

Expertise auch im Bereich von Schulter- und Sprunggelenkserkrankungen

Zwar liegt das Hauptaugenmerk der Abteilung in der Endoprothetik von Hüfte und Knie, dennoch werden auch Patienten mit Schulter- und Sprunggelenksproblemen kompetent behandelt und beispielsweise immer wieder auch mit Endoprothesen an diesen Gelenken versorgt.

30 Jahre nach Einführung hat sich die Abteilung für Orthopädie und orthopädischer Chirurgie des LKH Kirchdorf zu einer unentbehrlichen medizinischen Institution weit über die Region hinaus entwickelt. „Das Team ist hoch motiviert und qualifiziert und ich freue mich, dass wir damit auch in den nächsten Jahren eine hochwertige orthopädische Versorgung in der Region gewährleisten können“, so Auersperg.

Fotos: gespag

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